Ophrys sphegodes Mill.

H. E. Hess, E. Landolt & R. Hirzel, 1976, Orchidaceae, Orchideen, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1: Pteridophyta bis Caryophyllaceae, Basel: Birkhaeuser, pp. 593-637: 603

publication ID

10.5281/zenodo.213768

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/5A5F5E7B-4709-2B72-8728-DCC5EE328DCD

treatment provided by

Plazi

scientific name

Ophrys sphegodes Mill.
status

 

5. Ophrys sphegodes Mill.  LSID 

( O. araneifera Hudson  ),

Wespen-Ragwurz,

Spinnen-Ragwurz

Blütenstand 2-8 blütig. Blüten: Äußere 3 Perigonblätter oval, 8-12 mm lang, mit der größten Breite (3-6 mm) im untersten Drittel, gelbgrün; die 2 seitlichen, innern Perigonblätter x /2- 2 /3 so lang wie die äußern, schmal lanzettlich, hellgrün, oft etwas rötlich. Lippe etwa so lang wie die äußern Perigonblätter, etwa so lang wie breit, rundlich, halbkugelig nach vorn gewölbt, ohne Anhängsel, am Grunde undeutlich 3teilig, mit rückwärts gebogenen Abschnitten, gelegentlich am Grunde mit 2 Höckern (wie bei 0. fuciflora, Nr.  1), dunkelbraun, mit meist blauen Linien, die in einem H oder hufeisenförmig angeordnet sind. - Blüte: Später Frühling.

Zytologische Angaben. 2n = 36: Material von Glattfelden ( Zürich) und von Lugano (Heusser 1938).

Standort. Wie O. fuciflora (Nr. 1).

Verbreitung. Mediterrane Pflanze: Allgemeine Verbreitung wie O. fuciflora (Nr. 1), zudem im Kaukasus und in Nordwestafrika. Verbreitüngskartc von Meusel (1964). - Im Gebiet von Westen her dem Jura entlang bis ins Bodenseegebiet, im Churer Rheintal und Vorderrheintal, Oberrheinische Tiefebene und angrenzendes Hügelland, südlicher Alpenrand (in der Zentralschweiz nicht vorhanden) ; selten.

Bemerkungen. Von den Kalkhügeln des Elsaß wird eine früher blühende Sippe mit kleineren Blüten (Lippe 5-7 mm lang) angegeben ( O. pseudo-speculum Rchb  ., O. sphegodes ssp. litigiosa Camus  ).