Camponotus senilis, Mayr, G., 1862

Mayr, G., 1862, Myrmecologische Studien., Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien 12, pp. 649-776: 675

publication ID

4445

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/F229D6A6-5C14-3DAF-F696-B7CED7AF4E88

treatment provided by

Christiana

scientific name

Camponotus senilis
status

n. sp.

38. C. senilis  HNS  n. sp.

[[ worker ]] Laenge: 14 mm. Sehr schlank, matt, schwarz, der Gelenkskopf des Schaftes braungelb, die Beine mehr oder weniger dunkelbraun. Der ganze Koerper, besonders der Hinterleib, mit Ausnahme der Fuehlergeissel, mit langen, weissen, abstehenden Haaren ziemlich reichlich besetzt, ueberdiess findet sich eine sehr feine Pubescenz, welche aus anliegenden, kurzen, aeusserst zarten Haerchen besteht, am Kopf sparsam, am Thorax maessig, am Stielchen aber und an der Oberseite des Hinterleibes reichlich ist, die beiden letzteren zeigen hiedurch eine messinggelbe Oberflaeche; auch die Beine haben eine sehr zarte Pubescenz. Der Kopf ist laenglich-oval, unmittelbar hinter den Augen verschmaelert und hinten in einen sehr engen Hals, der nur wenig breiter als ein Netzauge lang ist, zusammengezogen. Die Mandibeln sind sehr fein gerunzelt und weitlaeufig grob punctirt. Der Clypeus ist gekielt und vorne nicht lappig verlaengert. Das Stirnfeld ist kaum abgegrenzt. Die Fuehler, besonders aber der Schaft, lang und duenn. Der ganze Kopf ist fein und sehr dicht runzlig punctirt. Der Thorax ist schlank, zwischen dem Meso- und Metanotum ziemlich stark eingeschnuert, von vorne bis zu dieser Einschnuerung oben bogenfoermig gewoelbt, das Metanotum ist langgestreckt, hoeckerfoermig erhoben und von oben gesehen laenglich eifoermig. Die Sculptur des Thorax ist gleich der des Kopfes. Das Stielchen traegt oben einen rundlichen, etwas nach vorne geneigten Knoten, welcher vollkommen dem des [[ worker ]] von Cataglyphis  HNS  viaticus gleicht. Der Hinterleib ist vorne am breitesten und laeuft hinten etwas spitzig aus. Die Sculptur ist wie die des Kopfes und Thorax, jedoch ist dieselbe wegen der reichlichen Pubescenz daselbst schwerer zu sehen. Die Beine sind lang und duenn.

Jedenfalls liegt mir der [[ worker ]] minor vor, der [[ worker ]] major hat wohl, nach der Analogie zu schliessen, einen breiten Kopf ohne Hals. Trotz der angefuehrten eigenthuemlichen Charactere ist diese Art mit Sicherheit zum Genus Camponotus  HNS  zu stellen. Diese Art zeigt wohl viele Aehnlichkeit mit der von Smith beschriebenen Formica  HNS  camelina, doch passen nicht die Worte: „ the eyes placed forwards at the sides of the head, nearly opposite the insertion of the antennae "; ferner gibt Smith an, dass die Beine blassgelbe Haare haben. C. senilis  HNS  scheint auch mit F. singularis Smith verwandt zu sein. Tafel XIX Figur 3. Thorax und Stielchen von der Seite.

Aus Borneo im kaiserl, zoologischen Kabinete in Wien.