Scheuchzeria palustris L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1972, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1. Pteridophyta bis Caryophyllaceae (2 nd edition): Registerzuband 1, Birkhaeuser Verlag : 210

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.291815

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/E578EC38-9BD6-16BB-F3D4-1E886A19622B

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Donat

scientific name

Scheuchzeria palustris L.
status

 

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Sumpf-Blumenbinse

Ausdauernde, 10-20 cm hohe, aufrechte, lange, unterirdische Ausläufer treibende Sumpfpflanze. Rhizom von verwitterten Blattscheiden umgeben. Stengel oft deutlich zickzackartig hin und her gebogen. Blätter grasblattartig, bis 30 cm lang, hohlrinnig, am Grunde mit einer bis 3 cm langen, häutig berandeten Scheide; Blattspitze mit grubiger Pore. Tragblätter der untern Blüten groβ, laubblattartig, die der obern häutig, schuppenartig. Blütenstiele schief aufrecht, bis 1 cm lang. Perigonblätter lanzettlich, 2-3 mm lang, 0,8-1,5 mm breit, gelbgrün. Früchtchen kugelig bis eiförmig, 5-7 mm lang, mit sitzender Narbe. - Blüte: Frühling.

Zytologische Angaben. 2n = 22: Material von 1 Fundort in England (Manton 1949), ohne Herkunftsangabe (Harada 1956), aus Kanada ( Löve und Löve 1961, Löve und Ritchie 1966).

Standort. Kollin, montan und subalpin. In Schlenken (flach überschwemmte TorfSchlammböden) und auf Schwingrasen von Hochmooren; Caricetum limosae Br. -Bl. 1921. Auch in einer sehr feuchten Variante des Rhynchosporetum W. Koch 1926.

Verbreitung. Eurosibirisch-nordamerikanische Pflanze: Nordwärts bis Nordskandinavien (70° NB) (aus Island nur 1 Fundstelle), im Ural bis zum Polarkreis, sonst in Sibirien nicht über 65° NB, südwärts bis Pyrenäen (?), Norditalien, nördliche Balkanhalbinsel, Kaukasus; in Asien (ausgenommen chinesische Küstengebiete und Japan) südwärts bis ca. 50° NB; in Nordamerika die eurosibirische Sippe nur in einem kleinen, atlantischen Gebiet südlich der St. Lorenz-Mündung; in Nordamerika von Alaska und Neufundland südwärts bis ca. 35° NB die var. americana Fern. Verbreitungskarten von Hulten (1962) und Meusel (1964).- Im Gebiet zerstreut und ziemlich selten.

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