Cataglyphis Fairmairei

Förster, A., 1850, Eine Centurie neuer Hymenopteren. Zweite Dekade., Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins de Preussischen Rheinlande, Westfalens u. des Regierungsbezirks Osnabruck 7, pp. 485-500: 485-500

publication ID

4999

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/CA3D7D7A-C8FB-32EC-91B1-6C0D6AD76938

treatment provided by

Donat

scientific name

Cataglyphis Fairmairei
status

 

17. Cat. Fairmairei n. sp.  HNS 

Sanguineo-rufus albido-pilosulus, capite thoraceque plus minus nigro-fuscis; mandibulis valde rugosis, bidentalis; clypeo medio subconvexo et area frontali opacis; antennis 13-articulatis, valde elongatis, flagellis fuscis; metanoto magno, leniter declivi; alis angustie, nervis crassis, fuscis, stigmate etiam obscuriore; abdomine segmentis omnibus apice transversim impressa; primo squama crassa, nodiformi; valvulis lateralibus genitalium apice ventreque pilis longioribus; subflavescentibus.

[male] Lg.3 3/4 lin. Der Kopf ist roth, der Clypeus jedoch- grösstenteils und die Wangen bis zu dem obera Augenrande hin schwarzbraun; die Sculptur höchst fein und dicht runzlig, mit zerstreuten schwachen Pünktchen, überall völlig matt, glanzlos. Die Mandibeln roth, schmal, nicht besonders verlängert, an der Basis völlig glatt, an der Spitze durch einige sehr grobe, etwas zusammenfliessende Punkte schwach runzlig, an: der Spitze zweizaehnig, der äussere Rand ziemlich gross, braungefärbt, der innere sehr klein. Die Maxillartaster sehr lang, die 3 ersten Glieder schwarzbraun, das 3te jedoch etwas heller als die beiden vorhergehenden, das 3te und 4te ungefähr gleich lang, beide bedeutend länger als die übrigen, einzeln genommen; die 3 letzten Glieder derselben roth. Die Lippentaster klein, bräunlich gefärbt. Der Clypeus hat dieselbe Sculptur wie der übrige Theil des Kopfes, in der Mitte ist er schwach höckerig gewölbt, der ganze Vorderrand und die Mitte der Länge nach roth, jedoch erreicht die rothe Farbe in der Mitte nicht ganz das Stirnfeld. Der Vorderrand desselben querüber fast ganz grade abgeschnitten, mit einer Reihe starker, langer, rothgelber Borsten gewimpert, auch die Mandibeln mit rothgel ben, obgleich nicht so starken Borstenhaaren besetzt. Die Seitengruben des Clypeus flach, von den Fühlergruben deutlich getrennt. Ein Stirnfeld nicht deutlich abgesetzt, jedoch

durch schwarze Färbung angedeutet. Die Stirnlappen äusserst flach, mit graden Rändern. Die Fühler einander ziemlich stark genähert, sehr stark verlängert,. so dass sie fast die Länge des ganzen Körpers erreichen, 13-gliedrig, der Schaft fast ganz grade, weit über den Hinterrand des Kopfes hinausragend, das Stielchen ein wenig kürzer als das erste Glied der Geissei; die Glieder der letztern langwälzig, das letzte zugespitzt; nur wenig länger als das vorletzte. Der Schaft, das Stielchen und das erste Glied der Geissei an der Basis roth, der übrige Theil des Fühlers bräunlich. Der Mittelleib schwarz,, ganz roth ist bloss das Schildchen, aber der Prothorax, der Mittelbrustrücken in der Mitte und der ganze Hinterbrustrücken sind mehr oder weniger deutlich roth durchscheinend. Die Sculptur des Mittelleibs dicht runzlig, daher ist derselbe matt, bloss der Vörderbrustrücken und das Schildchen sind glänzend. Aus den zerstreuten Punkten entspringt, grade wie am Kopfe, eine feinere, niederliegende und eine abstehende Behaarung, die erstere ist besonders in den Brustseiten dichter und schimmert hier ins Weissliche. Das Schildchen kurz, gewölbt, etwas stumpf zugespitzt, mit ganz flachen Seitengruben, so: dass es gleichsam von der Seite zusammengedrueckt erscheint. Der Hinterbrustrücken erscheint mässig und nach allen Seiten hin höchst regelmässig gewölbt und von der Basis an sanft abschüssig. Die Flügel sehr schmal, kaum, etwas über die Spitze des Hinterleibs hinausreichend, von der Basis zur Spitze bräunlich getrübt, mit sehr dicken, kräftigen dunkelbraun gefärbten Adern. Die ganze Randzelle und zum Theil auch die erste Cubitalzelle noch dunkler gefärbt als der übrige Theil des Flügels. Ein Flecken an der Flügelwurzel: und das Schüppchen, schwarzbraun. Die Randzelle sehr schmal und vollständig geschlossen; Diskoidalzellen nicht vorhanden; die Grundader durch den Cubitus fast in gleiche Hälften getheilt. Die Beine roth, die Hüften an der Basis,jedoch auf der Unterseite, und die Schenkelringe schwarz; die Mittel-, und Hinterbeine stark verlängert, die Schienen auf der Innenseite mit Borsten. Der Hinterleib ganz roth, das erste Segment mit einer kurzen, dicken, fast knotenartigen Schuppe, die übrigen vor dem Hinterrande querueber eingedrückt, so dass es hierdurch den Anschein ge-

winnt, als ob zwischen allen Segmenten vertiefte Einschnitte vorhanden wären. Die Sculptor der Segmente überall höchst dicht und fein lederartig-runzlig und matt; die sehr feine Punktirung und die kurze anliegende Behaarung nur sehr schwer zu bemerken. Abstehende Borstenhaare finden sich nur einige wenige an der Spitze des Hinterleibs. Die Genitalien stark entwickelt, die Seitenklappen gross, an der Basis glatt und stark glänzend, weiter nach der Spitze hin stark punktirt und mit Borstenhaaren versehen. Diese Klappen haben nach innen einen kurzen, nach aussen einen längeren Fortsatz, der innere hat an der Spitze nur kurze Haare, der äussere dagegen ist ganz mit langen Haaren dicht besetzt. Neben dem inneren Fortsatz treten noch 2 kleine, schmale, glatte und unbehaarte Lamellen hervor und weiter hinter den. selben die beiden fast kolbenartigen, unbehaarten, glatten und glänzenden Afterspitzen. Die ganze Bauchseite ist mit fast wollartigen Haaren dicht besetzt.

Aus Algier.