Myrmica bidens, Förster, A., 1850

Förster, A., 1850, Hymenopterologische Studien. 1. Formicariae., Aachen: Unknown Publisher, pp. -1--1: 50-52

publication ID

8138

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/38A09F98-578E-D0AB-FC16-6ABF0F423BE9

treatment provided by

Christiana

scientific name

Myrmica bidens
status

n. sp.

24. Myrm. bidens  HNS  n. sp.

Operaria: Nigra, albido-pilosula, capite antice, antennis, thorace antice et postice pedibusque rufis, bis femoribus et tibiis crassis; clypeo bidentato; capite thoraceque longitudinaliter striatim rugulosis; metanoto spinis duabus parvis subhorizontalibus. Long. 1 1/3 lin.

Femina: Nigra, albido-pilosula, capite antice, antennis, thorace antice et postice pedibusque laetc rufis, femoribus tibiisque crassiusculis; clypeo evidenter bidentato; ocellis minutis; capite longitudinaliter striatim rugulosa; mesonoto sublaevi; spinis duabus metanoti parvis. Long, 1 1/2 lin.

Diese Art ist leicht kenntlich an der eigenthümlichen Bildung des Clypeus, auch durch die Färbung läßt sie sich leicht von andern Arten unterscheiden. Bei dem Arbeiter ist der Kopf etwas verlängert und breiter als der Mittelleib, die Färbung vorherrschend schwarz, aber vorne sowohl auf der Ober- wie auf der Unterseite mit Einschluß der Mandibeln und der Fühler roth. An der Seile zieht sich die rothe Färbung bis zu den Netzaugen hiuauf, welche klein sind und sich kaum über die Oberfläche erheben. Nebenaugen fehlen gänzlich. Die Mandibeln sind stark, an der Spitze erweitert und völlig glatt, an der Basis sehr wenig und undeutlich runzlich. Der Clypeus ist klein, nicht scharf begrenzt, nicht gewölbt, sondern vielmehr etwas eingedrückt mit einem nicht ganz durchgehenden Mittelkiel, ander Spitze beiderseits in einen stumpfen, aber scharf vortretenden Zahn auslaufend. Die Fühler 12-gliedrig, der Schaft ungefähr so lang wie alle übrigen Glieder zusammen genommen, mit Ausschluß des letzten, das 1 - 7te Glied der Geißel stark verkürzt, daher breiter als lang, die 3 folgenden oder die Endglieder derGeißel stark verdickt, eine Keule bildend, das 8te und 9te ungefähr gleich an Länge, aber das 9te etwas dicker als das 8te; das 10te Glied der Geißel oder das letzte des ganzen Fühlers noch viel dicker als die beiden vorhergehenden und ungefähr so lang als die 4 verletzten Glieder zusammen genommen. Die Stirnlamellen nicht besonders stark entwickelt, rothgefärbt, eine area frontalis nicht abgegrenzt, aber ein dreieckiger, mit der Spitze nach dem Scheitel, gerichteter Raum zwischen und etwas über den Stirnlamellen fast glatt und nicht mit Längsrunzeln bedeckt. Der ganze Kopf erscheint übrigens mit starken Längsrunzeln bedeckt, zu welchen seitwärts noch kleine Querrunzeln kommen, welche die Oberfläche netzaderig erscheinen lassen. Hinter den Augen und zwar seitwärts ist der Kopf völlig glatt und scharf gerandet. Der ganze Kopf sammt den Füh- lern wird durch weißliche, ziemlich dichte Behaarung rauh; Am Mittelleib ist der Prothorax, die abschüssige Stelle des Metathorax und die ganze Unterseite mehr oder weniger dunkelroth, das Mesonotum mit starken Längsrunzeln bedeckt, das Metanotum mit 2 ziemlich spitzen, aber nicht langen, sondern mehr zahnartigen Dornen bewaffnet, welche fast genau eine horizontale Lage haben; die abschüssige Stelle ganz glatt, rothgefärbt. Die Beine ganz roth, die Schenkel und Schienen stark verdickt, namentlich letztere, alle Theile derselben wie der ganze Mittelleib stark behaart. Der Hinterleib ganz schwarz, stark borstenhaarig-, das lste Segment ganz, der Hinterrand des 2 - 4ten und die übrigen wieder ganz roth; auf der Bauchseite tritt diese rothe Färbung fast noch deutlicher hervor. Das 1ste Segment verhältnißmäßig kurz, weil der 1ste Knoten sehr kurz ist, die vordere Seite desselben sehr kurz und glatt, hinter derselben hat dieser Knoten eine leichte Quereinschnürung, auf der Unterseite tritt ein ganz kurzer und stumpfer Kiel nur undeutlich hervor. Der hintere Knoten ist etwas höher als der vordere, auf der Unterseite nicht bewaffnet und so wie der vordere mit ziemlich starken Längsrunzeln versehen. Die übrigen, Segmente geben dem Hinterleib ein fast kugeliges Ansehen. Der ganze Habitus dieser Art erscheint kurz gedrungen und kräftiger als bei andern Arten von derselben Größe.

Das ungeflügelte Weibchen ist etwas größer als der Arbeiter, in der Färbung demselben vollkommen gleich, nur ist diese überall noch heller und intensiver, so wie auch schärfer begraenzt, in der Sculptur zeigen sich aber einige Abweichungen. Die Fühler sind ganz wie bei dem Arbeiter, nur ist der Schaft an der Basis noch etwas deutlicher winklig gebrochen, der Clypeus nach oben etwas deutlicher abgesetzt und der Mittelkiel etwas schärfer, die Zähne eben so scharf. Die Mandibeln 10- zähnig, der äußerste Zahn kurz, der darauf folgende, stark genaeherte sehr klein, der 3te von der Größe des ersten, die folgenden vom 4 - 8ten sehr kurz und ungefähr von gleicher Bildung, die beiden letzten, welche wieder etwas länger sind, stehen ziemlich weit nach innen gerückt. Der Kopf oben überall netzaderig-runzlig, Wangen und Schläfe dagegen fein runzlig, etwas glänzend, durch einen scharfen Seitenrand begrenzt. Die Netzaugen klein aber deutlich. Der Mittelleib weicht in seiner Bildung und Sculptur von dem Arbeiter durch mehrere Punkte ab. Die Trennung des Pronotum's von dem Mesonotum ist durch eine tiefe, roth durchscheinende Querfurche bewirkt, letzteres aber in derselben Weise von dem Metanotum geschieden. Das Mesonotum vorne und an der Spitze völlig glatt, in der Mitte ziemlich fern und verworren runzlig; die beiden Dorne des Metanotum etwas mehr in die Höhe gerichtet. Die Knoten des Hinterleibs zeigen genau die Bildung, welche sie beim Arbeiter haben, jedoch ist der hintere auf 4er Unterseite mit einer kleinen Spitze versehen. Das lste Segment an der Spitze, die übrigen ganz roth; bei dem Isten Segment zieht sich die rothe Farbe auch am Seitenrande bis zur Basis des Segments hinauf; auf der Bauchseite ist die rothe Firbung dieselbe. Die Beine stimmen genau mit denen der Arbeiter überein, sie sind roth, die vordersten Hüften jedoch an der Vorderseite bräunlich.

Diese Art scheint sehr selten zu seyn, von dem Arbeiter habe ich anfangs Juny im Siebengebirge ein Stück geschöpft, und bei Aachen habe ich das einzige tmgeflügelte Weibchen gefangen.

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Formicidae

Genus

Myrmica