Octodurozetes berndhauseri, Mahunka, 1993

Mahunka, S., 1993, Beitrag zur Kenntnis der Höhlen-Oribatiden der Schweiz (Acari: Oribatida) (Neue und interessante Milben aus dem Genfer Museum LI), Revue suisse de Zoologie 100, pp. 225-233 : 229-232

publication ID

https://doi.org/10.5281/zenodo.6281567

DOI

https://doi.org/10.5281/zenodo.6281567

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/386D3A9F-AEAE-9761-E1AC-C14BF0676383

treatment provided by

Thomas

scientific name

Octodurozetes berndhauseri
status

sp. n.

Octodurozetes berndhauseri sp. n.

Dimensionen. - Länge: 553 µm, Breite: 338 µm.

Integument: Cerotegumentale Schicht fehlt. Das cuticulare Ornament (Foveolen) ist auf dem vorderen Teil des Notogasters und auf der ventralen Platte stark ausgeprägt, es wird nach hinten allmählich schwächer. Cuticula des Körpers schwach punktiert oder ornamentiert mit Foveolen. Einige feine Runzeln laufen parallel mit dem Seitenrand der Pteromorphen. Auf dem Femur der II.-IV. Beine einige sich annähernde Linien vorhanden.

Prodorsum: Rostrum einheitlich. Die Lamellen sind stark, scharf kielförmig, am Rostrum sie sind gut sichtbar in Dorsalansicht (Abb. 5). Sie verschmelzen allmählich mit der Prolamelle und biegen bei den Rostralborsten in Richtung des Mentums ab. Sublamelle ebenfalls gut entwickelt (Abb. 7), Area porosa lamellaris (Al) liegt tangential. Translamelle und Cuspides der Lamellen fehlen, aber eine feine transversale Linie vor den Lamellarborsten sichtbar. Tutorium eindeutig gut entwickelt, aber seine Cuspis fehlt. Alle Borsten des Prodorsums (Abb. 9) lang und bewimpert, die Spitzen der Rostral- und Lamellarborsten laufen sehr fein aus, die Interlamellarborsten sind stumpfer als die übrigen. Die Rostral- und Lamellarborsten stehen ausserhalb der Lamellen. Sensillus mit kleinen und dünnen Dörnchen einseitig besetzt (Abb. 7). Exobothridialborste dünn und glatt.

Notogaster: Pteromorpha gross, zungenförmig. Durch die Form des Notogasters ist diese Art gut gekennzeichnet, die dorsosejugale Sutur ist konvex, der Hinterrand des Notogaster ist geradlinig (Abb. 5) und reicht über die Ventralplatte hinaus (Abb. 10). Auf dem Notogaster befinden sich 10 Paar Borsten, alle sind kurz und glatt. Es sind 4 Paar Areae porosae zu erkennen, alle ungefähr gleich gross, die A1 liegen in der Mitte des Notogasters nahe beieinander. Von den 5 Paar Lyrifissuren sind nur zwei Paar (ih, ips) in der Seitenansicht sichtbar, ip steht ziemlich weit vom hinteren Seitenrand entfernt.

Seitenregionen des Podosoma: Pedotectum 1 sehr niedrig, Discidium mit eingebuchtetem Hinterrand. Die Carina circumpedalis ist lang und erreicht den Rand der Ventralplatte.

Ventralseite (Abb. 6): Von den Apodemen sind Ap. sej. und Ap. 3 vor der Genitalklappe miteinander verschmolzen, die übrigen kurz oder reduziert. Epimeralborstenformel : 3-1-3-3, alle Borsten sind fein und schwer zu erkennen. In der Anogenitalregion befinden sich 5 Paar Genital, 1 Paar Aggenital-, 2 Paar Anal- und 3 Paar Adanalborsten. Die Borsten adj entspringen in preanaler Position, die Lyrifissuren iad liegen in der vorderen Ecke der Analklappen.

Beine: Tarsus und Tibia (Abb. 12) der ersten Beines mit länglichem Kamm. Solenidia von Tibia I entspringen auf einer langen, starken Apophysis, phi2 in anterolateraler Position (Abb. 11). Femora der Beine II (Abb. 13) und III blattartig verbreitet. Borstenformel der Beine:

I: 1 - 5 - 3+1 - 4+2 - 20+2 - 1

IV: 1 - 2 - 2 - 3+1 - 12 - 1.

Untersuchtes Material: Holotypus: SUISSE (Valais), Vouvry (environ 7 km de l'embouchure du Rhone dans le Lac Léman): Grotte de la Pierre a Perret   GoogleMaps (VS 13), 490 m., 10.VIII.1989, leg. B. Hauser.

Bemerkungen: Siehe die Beschreibung der neuen Gattung.

Derivatio nominis: Ich widme die neue Art meinem guten Freund, Dr. Bernd Hauser, Konservator am Naturhistorischen Museum Genf.