Hoplocryptus quadriguttatus ( GRAVENHORST 1829)

Homson, 1974, Lichenology in North America, 1947 - 1972., Linzer biologische Beiträge 61, pp. 45-55 : 45-55

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.5415286

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/344D8780-E80E-2E30-FEA3-FC4FFBE5608C

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Hoplocryptus quadriguttatus ( GRAVENHORST 1829)
status

 

Hoplocryptus quadriguttatus ( GRAVENHORST 1829) View in CoL

Cryptus quadriguttatus GRAVENHORST 1829 – Holotypus (): " Cryptus View in CoL Holotypus quadriguttatus GRV [Rückseite:] J. Sawoniewicz 1977" (Wroclaw).

Cryptus cognatus BOYER de FONSCOLOMBE 1850 – Holotypus (): "Type", ".8. Cr. cognatus nob.", "Muséum Paris Coll. O. Sichel 1867", " Holotypus Cryptus cognatus FONSC.

Horstm. 1977" (Paris).

Hoplocryptus mallorcanus KRIECHBAUMER 1894 (syn.nov.) –? Holotypus () verschollen (HORSTMANN & BORDERA 1995). Deutung nach der Beschreibung (siehe unten).

Hoplocryptus binotatulus View in CoL f. enslini HABERMEHL 1921 View in CoL (syn.nov.) – Holotypus () verschollen. Deutung nach der Beschreibung (siehe unten).

Hoplocryptus enslini HABERMEHL 1926 View in CoL (praeocc.) – Lectotypus () hiermit festgelegt: "aus Solenius rubicola DUF. et PERR. View in CoL ", "Typus [Rückseite:] SMF H 1319", " Lectotypus ausgewählt 1963 G. Reitz", " Hoplocryptus enslini HABERM. View in CoL ", "Senckenberg-Museum Frankfurt/Main" (Frankfurt). Zusätzlich wurden ein Paralectotypus () (Frankfurt) sowie ein Paralectotypus () aus dem Institut für Pflanzenschutz in Wien untersucht.

Hoplocryptus enslini View in CoL f. larvatus HABERMEHL 1926 View in CoL – Holotypus (): "41a", "Aus: Solenius larvatus WESM View in CoL ", "Typus [Rückseite:] SMF H 1323", " Hoplocryptus enslini HABERM. View in CoL f. larvatus m.", "Senckenberg-Museum Frankfurt/Main" (Frankfurt).

Hoplocryptus enslini View in CoL f. tegularis HABERMEHL 1926 (praeocc.) – Lectotypus () hiermit festgelegt: "123", "Aus Solenius rubicola View in CoL eigener Kokon braungrau", "Typus [Rückseite:] SMF H 1322", " Hoplocryptus enslini HABERM. View in CoL f. tegularis m.", " Lectotypus Hoplocryptus enslini View in CoL f. tegularis HABERMEHL des. Mart. Schwarz ’06", "Senckenberg-Museum Frankfurt/Main" (Frankfurt). Auf der Nadel ist zusätzlich ein Kokon vorhanden.

Aritranis cognatus hebraicator AUBERT 1970 – Holotypus (): "Type", " Aritranis View in CoL (= Hoplocryptus View in CoL ) cognatus FONSC. ssp. hebraicator AUB. ", "J.F. Aubert 9.7.194 4 Israel Deganya A [Rückseite:] A 7328" (Lausanne).

Agrothereutes tiloidalis KOLAROV & BEYARSLAN 1994 – Holotypus (): "TR. 8.8.83 Antalia Cakirlar", " Holotypus Agrothereutes tiloidalis sp.n. det. J. Kolarov 94" (München).

SCHMIEDEKNECHT (1904, 1931) vermutet, dass Hoplocrpytus mallorcanus KRIECHBAUMER eine Varietät von H. fugitivus (GRAVENHORST) [= H. murarius (BÖRNER) ] sei. HABERMEHL (1926) erwähnt diese Vermutung und hält dagegen, dass bei letzterem die Tegulae braun gefärbt sind und nicht weiss. Später hat AUBERT (1974) beide Taxa synonymisiert und diese Synonymie wurde von HORSTMANN & BORDERA (1995)

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übernommen. Die Beschreibung von H. mallorcanus KRIECHBAUMER stimmt aber besser mit H. quadriguttatus (GRAVENHORST) mit orange gefärbten basalen Gastertergiten, wie sie in Westeuropa vorkommen, überein als mit H. murarius (BÖRNER) , weshalb hier die Interpretation von AUBERT (1974) nicht übernommen wird.

Der Holotypus von Hoplocryptus binotatulus f. enslini HABERMEHL konnte weder in Frankfurt, noch in Berlin und München gefunden werden (Kopelke, Koch und Schmidt in litt.). Die Beschreibung passt hinlänglich gut mit manchen Exemplaren von H. quadriguttatus (GRAVENHORST) überein. Die Angaben zu den weissen Flecken auf den Gastertergiten 6 und 7 beziehen sich sicherlich auf die Tergite 7 und 8. Auch wurden andere Exemplare der hier behandelten Art aus dem gleichen Wirt [ Solenius larvatus = Ectemnius rubicola (DUFOUR & PERRIS) ] gezogen.

In Westeuropa und teilweise auch in Mitteleuropa ist der Gaster teilweise orange gefärbt, während dieser sonst ausser schmalem orangem Hinterrand am 2. Tergit und einer weissen Zeichnung auf den letzten Tergiten fast stets schwarz ist. Die Ausdehnung der orangen Färbung nimmt in Westeuropa von Norden nach Süden zu. Noch ausgedehnter als bei Material der Iberischen Halbinsel ist die orange Färbung im einzigen untersuchten Exemplar aus Nordafrika. Selten treten in Westeuropa verdunkelte Exemplare, die wie Tiere aus Mittel- und Osteuropa gefärbt sind, auf. Aufgrund der Gasterfärbung könnte man die Art in zwei Unterarten auftrennen, wobei für die westliche Form Cryptus cognatus BOYER de FONSCOLOMBE als ältester Name zur Verfügung steht. Da aber sehr selten auch im Nahen Osten Tiere mit teilweise orangem 2. Gastertergit auftreten, wird hier keine Aufspaltung in Unterarten vorgenommen.

Die Weibchen von H. quadriguttatus (GRAVENHORST) haben einen relativ langen Legebohrer (Bohrerklappen länger als die Tibien III) sowie eine relativ lange Bohrerspitze und lange basale Fühlerglieder. Für beide Geschlechter ist der spitze Clypeuszahn ein weiteres wichtiges diagnostisches Merkmal. Das Männchen ist aufgrund von deutlich verbreiterten Fühlergliedern, auf denen sich ein Tyloid befindet, gut kenntlich.

B e s c h r e i b u n g () (Abb. 30, 45, 52): Fühler 26-27gliedrig, 3. Glied (ohne Anellus) 6,8-8,4 mal so lang wie breit; Gesicht median schwach gewölbt, Gesicht gekörnelt und matt, mässig fein bis mässig grob und dicht punktiert, Punkte median häufig zusammenfliessend, Punktzwischenräume als schmale Grate ausgebildet, lateral die Punktzwischenräume etwas breiter; Clypeus im Profil deutlich gewölbt, auf glattem oder dorsal auch auf schwach gekörneltem Grund mässig grob und dicht punktiert; unterer Clypeusrand median mit spitzem Zahn; Mandibelzähne gleich lang; Wangen 0,7-0,9 mal so lang wie die Breite der Mandibelbasis; Schläfen mit glänzendem und glattem Grund bis nur ventral glänzend und sonst fein gekörnelt, mässig grob bis mässig fein und dicht punktiert, Punktzwischenräume meist nur schmale Grate, Schläfen dadurch stellenweise gestreift; Stirn netzförmig gerunzelt und mehr oder weniger glänzend, lateral gekörnelt und punktiert, Punkte meist flach; Kopf hinter den Augen gerundet und schwach verschmälert.

Epomia deutlich; Mesoscutum glänzend, nur Mittellappen vorne und entlang der Notauli meist gekörnelt, mässig grob bis grob und dicht punktiert, Punktabstand ist durchschnittlich kleiner als der Punktdurchmesser; Notauli flach; Schildchen auf glattem Grund zerstreut bis mässig dicht punktiert; Praepectus ventral median nicht vorgewölbt; Praepectalleiste erreicht dorsal beinahe den Subtegularwulst, dorsal aber oft unterbrochen oder wenig deutlich; Mesopleuren netzförmig gerunzelt, manchmal mit einzelnen

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Punkten und manchmal teilweise gestreift; Speculum ausser vorne punktiert und oft mit punktfreier Fläche; Sternauli vorne deutlich, apikal flach; Metapleuren netzförmig gerunzelt; Juxtacoxalleiste vollständig.

Propodeum mässig lang, beide Querleisten vollständig; Propodeum vor der vorderen Querleiste auf glattem bis gekörneltem Grund kräftig punktiert und Propodeum ab der vorderen Querleiste netzförmig gerunzelt; Area horizontalis 0,8-1,3 mal so lang wie die Area petiolaris; Stigmen länglich, 1,4-2,0 mal so lang wie breit.

Femora III 5,6-6,2 mal so lang wie hoch; letztes Tarsenglied nicht vergrössert, Tarsen III meist lang, letztes Glied der Tarsen III nicht verbreitert, 2. Glied der Tarsen III 1,3-1,4 mal so lang wie das 5. Glied; Krallen der Tarsen III rechtwinklig gekrümmt.

Areola im Vorderflügel annähernd parallel oder nach vorne schwach konvergierend, Vorderrand der Areola breit; 2. rücklaufender Nerv erreicht die Areola vor der Mitte; Nervulus antefurkal bis interstitial; Nervellus im Hinterflügel vor bis fast in der Mitte gebrochen.

1. Gastersegment mässig schlank, Stigmen hinter der Mitte; Postpetiolus schwach gekörnelt und glänzend, selten Körnelung kaum erkennbar, mit flachen, grossen schräg eingestochenen Punkten, im Zentrum oft dicht punktiert; 2. Tergit schwach gekörnelt oder selten (Material aus Nordafrika) überwiegend ohne Körnelung, ausser apikal dicht und grob punktiert, Punktdurchmesser grösser als die Punktzwischenräume; 4. Tergit ohne oder basal mit grubenförmigen Punkten; Bohrerklappen 1,2-1,4 mal so lang wie die Tibien III; Nodus ohne deutliche Kerbe, im Profil Legebohrer hinter dem Nodus höher als davor; Bohrerspitze 3,7-3,8 mal so lang wie hoch.

Färbung: schwarz; weiss sind Fühlersattel, sehr selten Mandibeln basal, selten Palpen teilweise, meist Tegulae ganz oder teilweise, Fleck am Schildchen, selten Subtegularwulst, selten Fleck am 6. Gastertergit, Fleck am 7. und meist auch am 8. Tergit, sehr selten 4. Glied der Tarsen III teilweise; orange sind häufig Fühlergeissel subbasal, schmaler Hinterrand des 2. Gastertergits, manchmal 2. Tergit basal bis 1.-3. Tergit, sehr selten 1.-5. Tergit, Femora I ausser basal teilweise oder nur apikal, Femora II oft ausser basal oder nur apikal, Femora III (manchmal apikal verdunkelt, sehr selten ganz schwärzlich), meist Tibien I und II ganz oder teilweise, manchmal Tibien III, manchmal Tarsen I und II; bei dunklen Tieren sind die Beine ausser basal bräunlich; Flügel nicht bis schwach getrübt.

Körperlänge: 6,2-10,5 mm.

(Abb. 20): Ausser den geschlechtsspezifischen Unterschieden und der weissen Färbung

ähnlich dem Weibchen.

Fühler 28-31gliedrig, Fühlerglieder 12/13-19/20/21 mit einem linearen Tyloid, Tyloid am 12. Glied immer klein, die meisten Fühlerglieder mit einem Tyloid (ab 13. Glied) verbreitert, 3. Glied 5,3-6,6 mal so lang wie breit; Wangen 0,8-0,9 mal so lang wie die Breite der Mandibelbasis.

Sternauli apikal fehlend oder deutlich; Metapleuren manchmal gestreift.

Stigmen am Propodeum 1,3-1,8 mal so lang wie breit; Area horizontalis 1,3-1,7 mal so lang wie die Area petiolaris.

Femora III 5,5-6,3 mal so lang wie hoch; 2. Glied der Tarsen III 1,5-1,7 mal so lang wie das 5. Glied.

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Gonoforceps gross, apikal oben und unten abgeschrägt und dadurch unterhalb der Mitte rundlich zugespitzt.

Färbung: schwarz; weiss sind Facialorbitae, meist ein Fleck der Gesichtsmitte (der Fleck ist meist höher als breit), meist Clypeus teilweise, Mandibeln basal, Palpen teilweise, Wangen teilweise, meist Tegulae ganz oder seltener nur teilweise (selten sind Tegulae ganz dunkel), manchmal Subtegularwulst, meist Schildchen teilweise, Fleck am 7. Gastertergit und sehr selten auch ein Fleck am 6. Tergit, selten Ring der Tarsen I, manchmal Ring der Tarsen II, 3.-4. Glied der Tarsen III und manchmal auch das 2. Glied und selten zusätzlich das 1. Glied apikal und das 5. Glied basal; orange sind manchmal Postpetiolus teilweise, schmaler Hinterrand am 2. Gastertergit, manchmal 2.-3. Gastertergit grösstenteils oder ganz (das 3. Tergit häufig teilweise schwarz), Femora I und II jeweils teilweise (meist basal dunkel) oder selten nur schmal apikal und selten ganz, Femora III ganz oder ausser apikal (selten Femora III fast ganz dunkel), Tibien I und II jeweils ganz oder teilweise, manchmal Tibien III basal, häufig Tarsen I teilweise, selten Tarsen II teilweise; helle Färbung der Tibien und Tarsen der Vorder- und Mittelbeine überwiegend gelbbraun statt orange; Fühlerglieder mit einem Tyloid auf der Seite des Tyloids meist braun; Flügel nicht getrübt.

Körperlänge: 5,5-10,5 mm.

Wirte: Apidae : Megachile centuncularis (LINNAEUS) (München); Crabonidae: Ectemnius rubicola (DUFOUR & PERRIS) (Frankfurt, Institut für Pflanzenschutz in Wien, München, Schmidt), Psenulus schencki (TOURNIER) (Linz) ; Vespidae : Symmorphus bifasciatus (LINNAEUS) (= sinuatissimus) (München).

Folgende Wirtsangabe erscheint sehr zweifelhaft: Cerambycidae : Menesia bipunctata (ZOUBK.) / Frangula alnus (Linz).

Zusätzliche Literaturangaben: Apidae : Megachile albipila (PERÉZ) ( AUBERT 1970, AUBERT et al. 1984); Crabronidae : Ectemnius continuus (FABRICIUS) (= Solenius fasciitarsis H.J.) (SEYRIG 1927).

V e r b r e i t u n g (nach80, 63): Grossbritannien (Edinburgh, London, Brock); Deutschland (München, Schmidt); Tschechien (Linz); Slowakei (Linz); Frankreich (Edinburgh, Lausanne); Österreich (Graz, Linz, Salzburg, Wien, Schwarz); Portugal (London); Spanien (Alicante, Linz, Horstmann, Schwarz, Selfa); Italien: Festland (Linz, München, Wageningen, Wien, Scaramozzino), Sardinien (Scaramozzino), Sizilien (Turrisi); Slowenien (München); Kroatien (Linz); Jugoslawien (London); Bulgarien (Linz); Griechenland (München);? Russland (Wien); Türkei (Linz, München); Turkmenien (Linz); Israel (Lausanne); Palästina (London); Marokko (Linz).

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Ichneumonidae

Genus

Hoplocryptus

Loc

Hoplocryptus quadriguttatus ( GRAVENHORST 1829)

Homson 1974
1974
Loc

Hoplocryptus enslini

HABERMEHL 1926
1926
Loc

larvatus

HABERMEHL 1926
1926
Loc

tegularis

HABERMEHL 1926
1926
Loc

tegularis

HABERMEHL 1926
1926
Loc

enslini

HABERMEHL 1921
1921
Loc

Hoplocryptus enslini HABERM.

HABERMEHL 1921
1921
Loc

Hoplocryptus enslini

HABERMEHL 1921
1921
Loc

Hoplocryptus enslini HABERM.

HABERMEHL 1921
1921
Loc

Hoplocryptus enslini

HABERMEHL 1921
1921
Loc

Hoplocryptus enslini HABERM.

HABERMEHL 1921
1921
Loc

Hoplocryptus enslini

HABERMEHL 1921
1921
Loc

Hoplocryptus binotatulus

Thomson 1873
1873
Loc

Cryptus cognatus

BOYER de FONSCOLOMBE 1850
1850
Loc

Cr. cognatus

BOYER de FONSCOLOMBE 1850
1850
Loc

Cryptus cognatus FONSC.

BOYER de FONSCOLOMBE 1850
1850
Loc

Cryptus quadriguttatus

GRAVENHORST 1829
1829
Loc

quadriguttatus GRV

GRAVENHORST 1829
1829
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