Stenus pinguevestis,

Puthz, V., 2019, Neue orientalische Arten der Gattung Stenus L, 1796 (Coleoptera, Staphylinidae) 369. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, Linzer biologische Beiträge 51 (2), pp. 1409-1419: 1410-1411

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.3745490

DOI

http://doi.org/10.5281/zenodo.3809443

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03DD9072-FF92-3D11-FF17-FF28FC975CB3

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Stenus pinguevestis
status

nov.sp.

Stenus pinguevestis  nov.sp. ( Abb. 2-5View Abb, 13, 15View Abb)

M a t e r i a l u n t e r s u c h t: Holotypus (♀): MYANMAR: Chin State, W Mindat, Natmataung National Park , km 27,5 road to Matupi , 21 o 24’19.5’’N, 93 o 48’30.6’’E, 2500m, 2.- 6.VI.2018, beating vegetation, Schuh (226): im NHMW.GoogleMaps 

B e s c h r e i b u n g: Makropter,schwarz,jedeElytremiteinemovalen, rötlichgelben Fleck im hinteren Aussenviertel ( Abb. 5View Abb); Vorderkörper grob und dicht, getrennt punktiert, Abdomen vorn ziemlich grob und dicht, hinten fein und wenig dicht punktiert ( Abb. 13, 15View Abb); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen konisch. Kiefertaster hellbraun, Fühlerbasis hellbraun, Keule verdunkelt, Beine hellbraun. Clypeus schwarz, Oberlippe dunkelbraun, mässig dicht beborstet. Abdomen seitlich breit gerandet, 4. Tarsenglied gelappt.

Länge: 6,0-7.0mm (Vorderkörperlänge: 3,0mm).

PM des HT: HW: 49; DE: 27; PW: 38; PL: 44; EW: 54,5; EL: 58; SL: 45.

Männchen: unbekannt.

Weibchen: 8. Sternit zur Hinterrandmitte breit-rundlich vorgezogen. Valvifer apikolateral spitz. 10. Tergit am Hinterrand breit abgerundet. Spermatheka ( Abb. 3View Abb), Infundibulum auffällig lang, etwa zehnmal so lang wie breit, mittlerer Spermathekengang zweimal erweitert, Endschlauch den mittleren Spermathekengang weit überragend.

Kopf deutlich schmäler als die Elytren, Stirn breit, insgesamt konkav eingesenkt, mit flachen Seitenfurchen, Mittelteil wenig deutlich abgesetzt, gut so breit wie jedes der Seitenteile, nur wenig erhoben, deutlich unterhalb des Niveaus der Augeninnenränder liegend; Punktierung grob und sehr dicht, mittlerer Punktdurchmesser fast so gross wie der mittlere Querschnitt des 3. Fühlergliedes, Punktzwischenräume überall deutlich schmäler als die Punktradien, seitlich gratartig-scharf, am Mittelteil weniger scharf und daher stärker glänzend ( Abb. 2View Abb). Fühler lang, zurückgelegt mit mindestens ihren letzten drei Gliedern den Hinterrand des Pronotums überragend, vorletzte Glieder gut 1,5x so lang wie breit. Pronotum deutlich, aber nicht viel länger als breit, etwa in der Mitte am breitesten, von dort seitlich nach vorn flachkonvex, nach hinten konkave verengt; je ein seitlicher Quereindruck, ein flacher, mittlerer Längseindruck, ein kurzer Quereindruck hinter dem Vorderrand sowie je eine kurze Vertiefung jederseits der Mitte in der Nähe des Hinterrandes werden mehr oder weniger deutlich; Punktierung/Skulptur erheblich gröber als auf der Stirn, sehr dicht, mittlerer Punktdurchmesser fast so gross wie der apikale Querschnitt des 2. Fühlergliedes, Punktzwischenräume kleiner als die Punktradien ( Abb. 4View Abb). Elytren subquadratisch, länger als breit, Schultern eckig, Seiten schwach erweitert, im hinteren Viertel mässig eingezogen, Hinterrand breit ausgerandet; Naht- und Schultereindruck deutlich; Punktierung kaum weniger grob als am Pronotum, ebenfalls sehr dicht; die ovale Elytrenmakel ist fast so lang wie die vier letzten Fühlerglieder zusammen, vom abfallenden Seitenrand durch einen schmalen Längseindruck getrennt. Abdomen breit, Paratergite in der Sagittalen liegend, diejenigen des 4. Tergits so breit wie die Hinterschienen in ihrem apikalen Drittel, grob und sehr dicht, nebeneinander punktiert; basale Querfurchen der vorderen Tergite tief, 7. Tergit mit breitem apikalem Hautsaum; Punktierung vorn ziemlich grob und dicht, schon auf dem 5. Tergit deutlich feiner ( Abb. 15View Abb), auf dem 7. Tergit sind die Punkte kleiner als eine Facette am Innenrand der Augen, ihre Abstände doppelt und mehr so gross ( Abb. 13View Abb). Beine schlank, Hintertarsen wenig kürzer als die drei folgenden Glieder zusammengenommen, viel länger als das Klauenglied; das 4. Glied ist lang und schmal gelappt. Bis auf die Stirn ist die gesamte Oberseite dicht genetzt.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört in die abdominalis -Gruppe und sieht hier vielen makropteren, oval-gemakelten Arten mit schmalem Kopf und getrennter Elytrenskulptur sehr ähnlich. Von den übrigen Gruppenvertretern mit den genannten Merkmalen unterschiedet sie sich so: von S. abdominalis FAUVEL, S. abductus PUTHZ, S. abditus PUTHZ, S. bicolon SHARP, S. biplagiatus PUTHZ, S. coronatus L. BENICK, S. crypticus PUTHZ, S. invocatus RYVKIN, S. languor L. BENICK, S. lopchuensis CAMERON, S. peraffinis FAUVEL und S. rougemonti PUTHZ durch weitläufigere Punktierung des Abdomens, vor allem des 7. Tergits, von den meisten auch durch ihre Spermatheka.

E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezieht sich auf ihre Netzung und den darauf beruhenden fettigen Glanz (lat. pinguevestis = mit Fett bekleidet).

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Staphylinidae

Genus

Stenus