Dicaelotus gusenleitneri DILLER, 2009

Diller, E. & Schönitzer, K., 2009, Verbreitung neotropischer Phaeogenini der Gattung Dicaelotus WESMAEL [1845], mit Beschreibungen neuer Taxa (Insecta, Hymenoptera, Ichneumonidae, Ichneumoninae, Phaeogenini), Linzer biologische Beiträge 41 (2), pp. 1089-1102 : 1090-1092

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.5276377

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/039E87D5-FFE4-5C3F-FF3A-9B20FCDA76EE

treatment provided by

Carolina

scientific name

Dicaelotus gusenleitneri DILLER
status

sp. nov.

Dicaelotus gusenleitneri DILLER nov.sp. ( Abb. 1 View Abb , 5 View Abb , 9 View Abb , 13, 14)

M a t e r i a l: Holotypus: ♀, XI 1993 El Manzano Cordillera, CHILE leg Pena/Ungarte (coll. ZSM). Paratypus: ♀, CHILE reg. IX Locoche, 24.1.2005, 39 o 17. 0‘S, 72 o 41.3‘W leg. M. Halada (coll. BOLL).

♀: 4,8-5,5 mm Körperlänge.

K o p f: Glänzend. Die erhabene, kleine, wenig breiter als lange Supraclypealarea ist grob punktiert, mit wenigen Quercarinulae ( Abb. 9 View Abb ). Seitlich ist sie durch Kerben von den Facialorbitae, zum Clypeus durch eine tiefe, gerade Kerbe abgesetzt. Der breite, gewölbte Clypeus ist glatt und glänzend, mit wenigen weitläufigen Punkten und hat vor dem leicht wulstigen Endrand eine sanfte Einbuchtung ( Abb. 9 View Abb ). Die Clypealfoveae sind gross. Facialorbitae mit kräftiger Punktierung. Die Malarräume sind wenig kürzer als die Mandibelbasisbreiten. Die Mandibulae sind glatt und glänzend mit wenigen weiträumigen Punkten. Die unteren stumpfen Zähne sind etwas kürzer als die oberen. Genal- und Oralcarinae treffen sich wenig vor den Mandibelbasen unter den Mandibulae, und der Treffpunkt ist schwach lamellenartig erhaben. Die grosse Supraantennalfovea trägt dichte, kräftige Quercarinulae und am Rand ist sie glatt. Frons mit kräftigen Punkten und schwachen Carinulae. Die Frontalorbitae und der Vertex sind glatt. Der Occiput ist kräftig punktiert. Die Tempora sind breit, glatt und glänzend mit wenigen, sehr weiträumigen Pünktchen ( Abb. 5 View Abb ).

F l a g e l l a: 21 Glieder. Die ersten 3 Glieder sind länger als breit, 4-6 sind so lang wie breit, die restlichen sind quer und verbreitern sich sehr deutlich zur Spitze. Vereinzelte Sinnesleisten sind ab den 5. Gliedern vorhanden.

T h o r a x: Glänzend. Mesoscutum kräftig punktiert. Notauli kurz, aber tief eingeprägt. Das lange Collare ist punktiert mit Quercarinulae. Scutellargrube tief und breit. Das nicht gerandete Scutellum ist glatt und glänzend, mit weiträumigen Punkten ( Abb. 14 View Abb ). Postscutellum dicht punktiert mit schwachen Längscarinulae. Mesopleura glatt und glänzend, kaum punktiert, mit dichten, kräftigen Quercarinulae ( Abb. 5 View Abb ). Die erhabenen Specula sind glatt und glänzend. Mesopleuralfoveae tief. Sternauli tief, etwa die Hälfte der Mesopleura einnehmend. Mesosternum glatt, glänzend mit wenigen, weiträumigen Punkten. Oberrand des Pronotums dicht punktiert, die weiteren Teile sind glatt und glänzend, mit kräftigen Quercarinulae ( Abb. 5 View Abb ). Der breite Praepectus ist dichter punktiert mit vertikalen Carinulae. Propleura glatt und glänzend mit kräftigen Punkten und unregelmässigen Carinulae.

P r o p o d e u m Glänzend. Area basalis sehr kurz mit Carinulae. Area superomedia etwa so breit wie lang, hufeisenförmig, mit unregelmässigen Carinulae ( Abb. 14 View Abb ). Die Costula gehen etwas hinter der Mitte der Area superomedia ab. Area petiolaris breit, konkav mit dichten Quercarinulae. Areae superoexternae glatt mit wenigen Punkten und wenigen seitlichen Carinulae. Areae dentiparae mit unregelmässigen Carinulae ( Abb. 14 View Abb ). Areae posteroexternae mit kräftigen, seitlichen Carinulae. Areae spiraculiferae mit dichten Quercarinulae. Areae metapleurales auf der Vorderhälfte glatt und glänzend, auf der Hinterhälfte Quercarinulae ( Abb. 5 View Abb ). Areae coxales glatt und glänzend. Spiracula klein und rund.

F l ü g e l: Areola fünfseitig, der zweite Intercubitus schwach. Das Ende des Cubitus ist erloschen. Pterostigma breit. Der gesamte Endnerv der Cubitella und die Discoidella sind erloschen. Nervellus oppositus. Hinterflügel mit 5 Distalhamuli.

B e i n e: Glänzend. Femora glatt und glänzend mit einigen Punkten, dorsal schwach chagriniert. Vorder- und Mitteltibiae schwach chagriniert. Die Hintertibiae sind sehr breit und dicht chagriniert. Tarsi chagriniert. Vorder- und Mittelcoxae glatt, dorsal schwach chagriniert. Hintercoxae mit dichten Pünktchen, teilweise chagriniert und dorsal mit schrägen Carinulae sowie jeweils mit einem mehr oder weniger starken Zähnchen (Abb. 13). Beim Paratypus sind sie sehr schwach ausgeprägt.

A b d o m e n Glatt und glänzend. Auf dem Petiolus und Postpetiolus dichte Längscarinulae. Das 2. Tergit ist seitlich an der Basis fein chagriniert, und es hat nur wenige Pünktchen. Thyridia fehlen. Alle Tergite sind quer ( Abb. 1 View Abb ). Der Ovipositor ragt nur wenig über das Abdomenende.

F ä r b u n g Schwarz. Gelb sind: Die Facialorbitae, Frontalorbitae ( Abb. 9 View Abb ) bis zum Vertex, die Flügelbasen, schmale Endränder der Trochantelli und schmale Endränder der Tergite. Eine schwach gelbliche Färbung kann sich von den Facialorbitae über die Malarräume bis zu den Genae und schmal hinter den Mandibelbasen entlang ziehen. Mehr oder weniger rötlichbraun sind beim Holotypus die grössten Teile des Kopfes ( Abb. 9 View Abb ), inklusive Clypeus und Mandibulae (beim Paratypus sind diese Teile mehr oder weniger schwärzlich). Die Enden der Vorder- und Mittelfemora und ventral die Vorder- und Mitteltibiae und alle Tarsi sind teilweise hellbraun. Die restlichen Vorder- und Mittelbeine sind dunkelbraun. Die Hinterfemora sind schwarz, die Hintertibiae schwarzbraun. Die Vorder- und Mittelcoxae sind bräunlich wie die Trochanter. Die Hintercoxae sind schwarz ( Abb. 5 View Abb ). Die Flagella sind auf den Basalhälften schwarz, um dann gegen das Ende rötlichbraun zu werden ( Abb. 5 View Abb ).

Das Ƌ ist unbekannt.

D i f f e r e n t i a l d i a g n o s e Dicaelotus gusenleitneri nov.sp. ♀ unterscheidet sich von den anderen aus der Neotropis beschriebenen Dicaelotus ♀♀ u.a. durch: das Fehlen einer hellen (gelben oder roten) Färbung des Thorax und der Coxae; die dunkelbraunen Beine; das schwarze Abdomen ( Abb. 1 View Abb ), ausgenommen ganz schwachgelbe Endränder der Tergite (alle bisher aus der Neotropis beschriebenen Dicaelotus - Arten haben rote oder rotgelbe Abdomina).

D e r i v a t i o n o m i n i s: Die neue Art widme ich dem Hymenopterologen und Vespidae-Spezialisten, Dr. Josef GUSENLEITENER (Linz), in Dankbarkeit für seine vielfältigen Determinationshilfen, die er mir über Jahrzehnte gewährt hat und für seine grosszügige Gastfreundschaft, die zu geniessen immer eine Freude war.

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Ichneumonidae

Genus

Dicaelotus

Darwin Core Archive (for parent article) View in SIBiLS Plain XML RDF