identifier	taxonID	type	CVterm	format	language	title	description	additionalInformationURL	UsageTerms	rights	Owner	contributor	creator	bibliographicCitation
03F687CD03553F38BE7EDAEBFC3E3C81.text	03F687CD03553F38BE7EDAEBFC3E3C81.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Coleoptera	<div><p>Coleoptera</p> <p>Die Individuenzahlen der Ordnung Coleoptera unterscheiden sich im begradigten und revitalisierten Abschnitt des Söllheimerbaches markant. Hier wurde insbesondere auf die Gattungen Elmis und Limnius eingegangen, da diese die meisten Individuen dieser Ordnung stellen. Die beiden Gattungen zählen zur Familie Elmidae. Sie besitzen kräftige Tarsalklauen, die es ihnen das Festkrallen auf Sediment ermöglichen (JUNGWIRTH et al. 2003). Da diese Käfer und deren Larven nicht frei schwimmen, ist diese Vorrichtung für den Verbleib in starker Strömung essentiell. Diese Fakten spiegeln sich auch bei dem Vorkommen dieser Gattungen in den strömungsreicheren Untersuchungsstellen BS 2, BS 3 und BS 4 des begradigten Abschnittes wieder. Hier wurden lediglich ein paar</p> <p>1227</p> <p>Individuen im Moos und den filamentösen Grünalgen und in den Fugen zwischen den Steinplatten gefunden. Da es sich bei den Vertretern dieser Familie um reine Weidegänger handelt, bieten die blanken Steinplatten kein ausreichendes Nahrungsangebot. Ebenso reagieren Wasserkäfer sehr empfindlich auf die Veränderung der Uferbereiche, da hier die Verpuppung und teilweise die Hibernation stattfindet (SCHMIDT- KLOIBER et al. 1999). Da im begradigten Abschnitt die Ufer keineswegs strukturiert sind, wirkt sich dieser Faktor ebenso auf die Abundanzen aus. Darüber hinaus fehlen Habitate für den Rückzug aus der starken Strömung (JUNGWIRTH et al. 2003).</p></div> 	https://treatment.plazi.org/id/03F687CD03553F38BE7EDAEBFC3E3C81	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Brameshuber, S.;Langmaier, S.	Brameshuber, S., Langmaier, S. (2006): Makrozoobenthos-Untersuchungen an einem begradigten und einem revitalisierten Bachabschnitt im Stadtgebiet von Salzburg. Linzer biologische Beiträge 38 (2): 1221-1232, DOI: 10.5281/zenodo.13320005
03F687CD03533F3ABE7EDBD1FDD63C28.text	03F687CD03533F3ABE7EDBD1FDD63C28.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Diptera	<div><p>Diptera</p> <p>Bei den Dipteren ist festzustellen, dass sich Vertreter der Familie Simuliidae im begradigten Abschnitt sowohl im Pflanzenbewuchs als auch in den Fugen zwischen den Steinplatten aufhalten, da sie bevorzugt strömungsreiche Habitate besiedeln. Die Individuenzahlen der Chironomidae sind im Moos und den filamentösen Grünalgen um einiges höher, da diese zum Anheften bevorzugt werden und als Nahrungsquelle dienen. Ebenso das Vorhandensein von insgesamt mehr Individuen aller Ordnungen im Pflanzenbewuchs stellt für räuberische Arten eine verbesserte Nahrungsquelle dar als in den Fugen zwischen den Steinplatten.</p> <p>Die Abundanzen der Chironomidae, Limoniidae und Simuliidae lassen auch Unterschiede im begradigten und revitalisierten Bereich erkennen. Die Vertreter der Chironomidae sind in beiden Abschnitten häufig vertreten, da es sich hierbei um eine Familie handelt, die fast jedes aquatische Milieu besiedelt und unterschiedliche Taktiken hierfür ausgebildet hat (JUNGWIRTH et al. 2003). Die Vertreter der Familie Simuliidae kommen ausschliesslich im begradigten Abschnitt vor. Sie sind passive Filtrierer und bevorzugen Steinoberflächen in strömungsreichen Bachabschnitten (BREHM &amp; MEJERLING 1996).</p> <p>Die Gattungen Antocha und Dicranota zählen zur Dipteren-Familie Limoniidae. Die</p> <p>1225</p> <p>Gattung Antocha kommt im begradigten Abschnitt nur in geringen Abundanzen vor. Die Gattung Dicranota ist in diesem Abschnitt überhaupt nicht anzutreffen; im revitalisierten Abschnitt liegen die Abundanzen um ein vielfaches höher. Da sie vorwiegend Schlammbewohner sind, ist im begradigten Abschnitt kein entsprechendes Sediment vorhanden (JUNGWIRTH et al. 2003).</p></div> 	https://treatment.plazi.org/id/03F687CD03533F3ABE7EDBD1FDD63C28	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Brameshuber, S.;Langmaier, S.	Brameshuber, S., Langmaier, S. (2006): Makrozoobenthos-Untersuchungen an einem begradigten und einem revitalisierten Bachabschnitt im Stadtgebiet von Salzburg. Linzer biologische Beiträge 38 (2): 1221-1232, DOI: 10.5281/zenodo.13320005
03F687CD03543F3BBE7EDD5FFCB03F69.text	03F687CD03543F3BBE7EDD5FFCB03F69.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Ephemeroptera	<div><p>Ephemeroptera</p> <p>Im revitalisierten Abschnitt kommen die Vertreter der Ordnung Ephemeroptera am häufigsten vor. Dies liegt an den unterschiedlichen Fliessgeschwindigkeiten und Substraten dieses Abschnittes. Im revitalisierten Abschnitt wurden mehr Familien und Gattungen von Ephemeroptera ermittelt als im begradigten Abschnitt (vergl. Tab. 1). Diese Unterschiede im Substrat sind auch wesentlich an der Bildung von Kehrströmungen und Bereichen mit Stillwasserzonen beteiligt (JUNGWIRTH et al. 2003).</p> <p>Im begradigten Abschnitt sind lediglich einige Vertreter der Baetidae und eine sehr geringe Anzahl von Leptophlebiidae anzutreffen. Die Individuen der Familie der Baetidae zählen zu den schwimmenden Lebensformtypen der Ephemeropteren-Larven (ROBINSON et al. 2002). Die Vertreter dieser Familie haben einen strömungsoptimierten Körperbau, welcher ihnen erlaubt, auch Gewässer mit hoher Fliessgeschwindigkeit aufzusuchen (JUNGWIRTH et al. 2003). Somit lässt sich auch das Vorkommen dieser Familie im begradigten Abschnitt erklären, da hier eine erhöhte Fliessgeschwindigkeit vorliegt. Die meisten Individuen der Baetidae wurden im revitalisierten Abschnitt in den Untersuchungsstellen RS 2, RS 3 und RS 4 ermittelt, da an diesen drei Stellen eine höhere Fliessgeschwindigkeit vorliegt, als in den Untersuchungsstellen RS 1 und RS 5.</p> <p>Die Familie der Leptophlebiidae ist im revitalisierten Abschnitt am stärksten vertreten. Ihre Arten zählen zum "Kriechtyp" und halten sich bevorzugt im Kieslückensystem, auf Makrophyten und unter Steinen auf (JUNGWIRTH et al. 2003). Signifikant ist die verschwindend geringe Anzahl der Vertreter der Leptophlebiidae im begradigten Abschnitt. Hier dient lediglich das Moos und die filamentösen Grünalgen in den Untersuchungsstellen BS 1 und BS 2 als geeigneter Lebensraum.</p> <p>In der Familie Heptageniidae wurden lediglich im revitalisierten Bereich die Gattungen Ecdyonurus und Rhithrogena determiniert. Diese fehlen im begradigten Abschnitt völlig. Sie zählen zum "Klammertyp" der Eintagsfliegen, sind strömungsliebend und halten sich bevorzugt unter grösseren Steinen auf (MOOG &amp; RÖMER 1999, JUNGWIRTH et al. 2003).</p> <p>Vergleicht man die Individuenzahlen im Moos und den filamentösen Grünalgen mit denen der Fugen zwischen den Steinplatten des begradigten Abschnittes, erkennt man, dass im Pflanzenbewuchs mehr Individuen gefunden wurden als in den Fugen. Dies lässt sich damit erklären, dass sich innerhalb des Mooses und der Algen die Strömung vermindert und mehr spezifische Oberfläche für Individuen zum Festklammern vorhanden ist.</p> <p>Als seltener Einzelfund kann Ephoron virgo (Fam. Polymitracidae) angesehen werden, welche vor vielen Jahren nur mehr sehr selten anzutreffen war und eine Wiederbesiedelung der mitteleuropäischen Fliessgewässer zu beobachten ist (HAASE &amp; REUSCH 1999).</p> <p>1226</p></div> 	https://treatment.plazi.org/id/03F687CD03543F3BBE7EDD5FFCB03F69	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Brameshuber, S.;Langmaier, S.	Brameshuber, S., Langmaier, S. (2006): Makrozoobenthos-Untersuchungen an einem begradigten und einem revitalisierten Bachabschnitt im Stadtgebiet von Salzburg. Linzer biologische Beiträge 38 (2): 1221-1232, DOI: 10.5281/zenodo.13320005
03F687CD03553F3BBE7EDE97FC703BB5.text	03F687CD03553F3BBE7EDE97FC703BB5.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Plecoptera	<div><p>Plecoptera</p> <p>Vergleicht man die Individuenzahlen der Plecopteren-Gattungen Nemoura / Nemourella und Leuctra in beiden Gewässerabschnitten, lassen sich auch hier klare Schüsse ziehen. Die Gattungen Nemoura / Nemourella zählen zur Familie Nemouridae, welche "Zerkleinerer" sind, die wesentlich an der Aufarbeitung des im Herbst eingefallenen Laubes beteiligt sind (MOOG 2002). Als typische Habitate werden Wasserpflanzen und strömungsberuhigte Uferbereiche angegeben (JUNGWIRTH et al. 2003). Diese Angaben korellieren mit den Funden der Untersuchungsstellen BS 1 und BS 2 (Moos und filamentöse Grünalgen) des begradigten Abschnittes. Nahrung in Form von Falllaub ist nur an diesen strömungsschwächeren Uferbereichen zu finden, da hier ein gewisser Rückhalt von organischer Substanz stattfindet. Im revitalisierten Bereich liegen die Abundanzen höher, da an vielen Stellen im Bachbett organische Substanz vorzufinden ist. In den Untersuchungsstellen RS 1 und RS 5 wurden keine Individuen der Gattung Nemoura / Nemourella vorgefunden. An der Untersuchungsstelle RS 1 ist die Strömung, mit 0,11 m /sec zu gering, um von Individuen besiedelt zu werden, da diese eine gewisse Strömung und daraus resultierend eine höhere Sauerstoffkonzentration im Wasser benötigen. Im Bereich der Untersuchungsstelle RS 5 besteht kein Eintrag von Falllaub, da keine höheren Bäume am Ufer der Untersuchungsstelle vorhanden sind. Die unter der Steinbachwegbrücke vorpostierten Holzpiloten, welche der Strömungsminimierung und dem Geschieberückhalt dienen, halten von oberhalb der Untersuchungsstelle angeschwemmtes organisches Material zurück. Demzufolge ist in Untersuchungsstelle RS 5 das Nahrungsangebot für Vertreter der Gattung Nemoura / Nemourella nicht vorhanden.</p> <p>Die Vertreter der Gattung Leuctra, Familie Leuctridae, zeichnen sich durch ihre schlanke Körperform aus. Sie sind durch ihre Körperform befähigt in das hyporheische Interstitial "abzutauchen" und diesen Lebensraum erfolgreich zu besiedeln (JUNGWIRTH et al. 2003). Im begradigten Abschnitt ist sie daher nur in den Untersuchungsstellen BS 1 und BS 2 anzutreffen, da neben dem Moos und den filamentösen Grünalgen eine geringe Substratauflage als Habitat in Frage kommt. Da auch sie hauptsächlich "Zerkleinerer" sind (MOOG 2002), ist nur in diesen Untersuchungsstellen Nahrung für sie vorhanden. Das Nahrungsangebot ist auch im revitalisierten Bereich ausschlaggebend für die angegebenen Individuenzahlen. In der Untersuchungsstelle RS 1 ist praktisch kein Nahrungsangebot für Leuctra vorhanden, was deren Abwesenheit bestätigt. Insgesamt wurden im revitalisierten Bereich aufgrund der höheren Anzahl von Habitaten und Nahrungsquellen mehr Individuen beider Gattungen vorgefunden.</p> </div>	https://treatment.plazi.org/id/03F687CD03553F3BBE7EDE97FC703BB5	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Brameshuber, S.;Langmaier, S.	Brameshuber, S., Langmaier, S. (2006): Makrozoobenthos-Untersuchungen an einem begradigten und einem revitalisierten Bachabschnitt im Stadtgebiet von Salzburg. Linzer biologische Beiträge 38 (2): 1221-1232, DOI: 10.5281/zenodo.13320005
