taxonID	type	description	language	source
3744879DFFB9FFE908A3785BF04B4315.taxon	description	A. Kopp leg. Eine weitere Zwergmotte, die erstmals für die Schweiz nachgewiesen werden konnte. Die Schwierigkeit bei dieser Art besteht darin, dass beim E. albifasciella - Komplex die Männchen nicht, die Weibchen jedoch sehr gut unterschieden werden können (van Nieukerken 1985). Dabei muss beim weiblichen Genital der Ductus Abb. 3. Karsholtia marianii, Hudelmoos, spermathecae nach Anzahl Windungen 1.7.2019. (Foto A. Kopp) unterschieden werden, bei E. contorta sind es deren zehn bis dreizehn. Die Art miniert in Blättern der Flaumeiche Quercus pubescens, geht aber auch an Stiel-Eiche Quercus robur, was in Steckborn der Fall sein dürfte.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFB9FFEF08A37EE1F2394754.taxon	description	(Lepiforum 2022), aber auch in rindenlosen Ästen von Hainbuche Carpinus betulus (Huemer 1998). Es wird angenommen, dass die Raupe von Pilzmycelien im abgestorbenen Holz lebt. Die Verpuppung findet ausserhalb auf dem Ast statt (Huemer 1998).	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFB9FFEF08A37EE1F2394754.taxon	description	A. Kopp leg. CH-Wallis, Trient, Feyat, 1180 m ü. M., 03.7.2021, Lichtfang, GP 2022 - 017, 1 ♂, R. Bryner leg. Als im Jahr 2009 diese Echte Motte (Tineidae) im Misox gefunden wurde, galt dies als Erstfund für die Schweiz. Reinhard Gaedike war zu diesem Zeit- punkt am Erarbeiten des 2. Bandes über die Tineidae im Rahmen der « Micro- Abb. 5. Montetinea montana GP ♂, LOstallO, lepidoptera of Europe » und die Gattung 1.8.1917. (Foto R. Bryner) Montetinea war Bestandteil dieses Bandes (Gaedike 2019). Da bei den beiden Arten der Gattung noch viel Unklarheit bestand, regte Gaedike an, vertiefter darüber zu recherchieren. Mehrere Offene Fra- gen konnte im Laufe dieser Untersuchungen geklärt werden. Als Typenfundort von M. montana wurde Macugnaga, Walliser Alpen angegeben (Petersen, 1957). Einige Abb. 6. Montetinea tenuicornella GP ♂, MOnte Autoren fassten dies als Schweizer Gebiet Baldo, 16.7.1971. (Foto R. Bryner) auf (u. a. Gaedike 2019) und meldeten die Art für die Schweiz. Die Ortschaft liegt aber direkt im angrenzenden Italien gegenüber Zermatt. Es wurde auch Montetinea tenuicornella (Klimesch, 1942) für die Schweiz aus Dalpe, Tessin und Lostallo Graubünden aufgeführt (Petersen & Gaedike, 1985). Um eine Übersicht zu bekommen, wurden die Typen von M. montana (ZMHB) und M. tenuicornella (ZSM) untersucht. Anschliessend wurden die Belege von CH-Graubünden nachbestimmt: Lostallo, 18.8.1911, Müller-Rutz leg. (GP Nr. 1748 Petersen 62, als M. tenuicornella ist aber M. montana) und Lostallo, 1.8.1917, Müller-Rutz leg. (GP Kopp, M. montana) (NHMB) (Abb. 5). Leider konnten die Belege von Krüger aus Dalpe (TI) in keinem Museum gefunden werden. Krüger lebte in Mailand, war Sammler und Händler. Seine Belege sind überall verteilt. WO Petersen die Belege vOn Krüger überprüft hat, kann leider nicht mehr verifi- ziert werden (Petersen & Gaedike, 1985). Im Weiteren wurde der Beleg von Burmann vom Monte Baldo, Italien überprüft. Dies ist eindeutig M. tenuicornella (Abb. 6) (LNKD). M. montana ist in den Alpen Italiens, Frankreichs und der Schweiz verbreitet. M. tenuicornella ist aus dem Balkan (Kroatien, Montenegro) und mit dem einzigen Fund aus Italien am Monte Baldo nachgewiesen. M. tenuicornella ist für die Schweiz zu streichen und M. montana hingegen aufzunehmen.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFBFFFEF08A37827F327437B.taxon	description	CH-Wallis, Binn, Twinggi, 1320 mü. M., 24.6.2017, Nachtfang, GP 10.030, 1 ♂, A. Kopp leg. E. baldizzonei wurde aus dem Aostatal beschrieben. Neben der Typenserie lag noch ein Exemplar aus Österreich vor (TraugottOlsen, 1996). In der Zwischenzeit wurde die Art auch aus den Französischen Alpen ge- Abb. 7. Rhigognostis schmaltzella, Bourg-St. Pimeldet (Nel 2001). Es dürften auch hier noch erre, 6.6.2015. (Foto A. Kopp) Belege in Sammlungen unter Elachista collitella (Duponchel, 1843) verborgen sein.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFBFFFEF08A37A21F5344556.taxon	description	Diese Schleiermotte wurde bis vor wenigen Jahren als rein skandinavisches und baltisches Faunenelement angesehen. Als 2014 der erste Nachweis für Mitteleuropa mittels Barcode gelang (Wieser, 2014), wurden Sammlungsbelege der nahe stehenden Rhigognostis incarnatella (Steudel, 1873) ebenfalls mittels Barcode untersucht und es gelangen weitere Nachweise von R. schmaltzella für Deutschland und Südtirol (Huemer et. al. 2014, Haslberger & Segerer 2016). Dass der Nachweis aber auch über klare morphologische Unterschiede der Genitalien erfolgen kann, bewiesen Fuchs & Wolf (2016). Mit diesen neuen Erkenntnissen wurden neu gesammelte Exemplare der Gattung Rhigognostis genauer untersucht und schon nach kurzer Zeit konnten die ersten drei Exemplare von R. schmaltzella für die Schweiz nachgewiesen werden. Es dürften noch mehr Nachweise in Sammlungen unter R. incarnatella verborgen sein.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFBFFFED08A37E7AF3E247CE.taxon	description	8.7.2019, Nachtfang, GP 11.010, 1 ♀, GP 11.011 1 ♂ A. KOpp leg. Die Bestimmungen von E. dispilella und Elachista festucicolella Zeller, 1853 basierten auf Nielsens Annahme, dass Parenti die Genitalien dieser beiden Arten beim Erstellen eines Lectotypen Abb. 8. Elachista baldizzonei, Binn, 24.6.2017. für die beiden Arten vertauscht hat (Foto A. Kopp) (Traugott-Olsen & Nielsen, 1977). Kaila konnte darlegen, dass dieses Vertauschen durch Parenti nie stattgefunden hat (Kaila et. al. 2015). Darüber hinaus wurde in dieser Arbeit Elachista klimeschiella Parenti, 2002 mit E. festucicolella synonymisert. Da bei der Beschreibung von E. klimeschiella auch Schweizer Belege zur Verfügung standen, gibt es Nachweise für E. festucicolella (Parenti, 2002). Gleichzeitig führte Kaila Elachista distigmatella Frey, 1859 aus der Synonymie mit E. dispilella wieder zurück zu Artrang. Diese Art wurde von Frey aus Zürich beschrieben (Frey, 1859). So gibt es auch zu E. distigmatella Belege aus der Schweiz. Aus diesen Gründen gab es seit 2015 keine gesicherten Nachweise für E. dispilella aus der Schweiz. Die Tiere aus Zeneggen schliessen diese Lücke. Auf der Basis von Kailas Revision sollten alle Belege aus dem Elachista-dispilella - KOmplex untersucht werden, um Klarheit zu schaffen. 1978 b Elachista galliensis Nel & Varene, 2021 (Abb. 9) CH-Tessin, BriOne, 750 m ü. M., 29.7.2009, Nachtfang, GP 8.047, 1 ♂, A. KOpp leg. CH-Graubünden, Castasegna, 950 mü. M., 8.8.2009, Nachtfang, GP 8.033, 1 ♂, A. Kopp leg. CH-Tessin, Olivone, Berno de la Greina, 1000 mü. M., 2.6.2012, Nachtfang, GP 9.022, 1 ♂, A. KOpp leg. Diese Grasminiermotte wurde an verschiedenen Stellen in der Schweiz gesammelt. Lange Zeit konnte die Art nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass es für diese Familie keine umfassende Bestimmungsliteratur für die Schweiz oder Mitteleuropa gibt. Am besten passte der Habitus und das Genital zu Elachista nevadensis Parenti, 1978, mit dem Makel, dass die Art aus Spanien, Sierra Nevada beschrieben und sonst noch nirgends gefunden wurde. Es be- standen auch kleine Abweichungen zum Genital. Bilder von Genital und Falter wurden dem Spezialisten gesendet, doch dieser war skeptisch (L. Kaila pers. Mitt.). 2016 wurde E. nevadensis aus Frankreich gemeldet (Nel & Varenne 2016). Bilder wurden auch an Jaques Nel gesendet und dieser bestätigte die Bestimmung. Im Abb. 9. Elachista galliensis, Brione, 29.7.2009. letzten Jahr revidierte Nel seine Bestim- (Foto A. Kopp) mung von E. nevadensis für Frankreich und beschrieb mit E. galliensis eine neue Art (Nel & Varenne 2021). Nun passt auch das Genital perfekt überein. 2597 b Coelophora curictae Baldizzone, 2016 (Abb. 10) CH-Bern, Kalnach, Verlornige Egge, 500 m ü. M., 3.7.2010, R. Bryner leg. CH-Thurgau, Weingarten, Risi, 550 m ü. M., Abb. 10. Coleophora curictae, Weingarten, 26.6.2019, Nachtfang, GP 10.091, 1 ♂, 26.6.2019. (Foto A. Kopp) A. Kopp leg. Dieser Minierstackträger wurde erst vor ein paar Jahren aus Kroatien und Italien beschrieben (Baldizzone 2016). Die Art gehört zur schwierigen Coleophora-zelleriella - Gruppe ist aber durch das charakteristische Genital eindeutig zu bestimmen. Es wurden auch Belege aus Bayern (Segerer et. all. 2017), Baden-Würtemberg, Saarland und Österreich gemeldet (Lepiforum 2022). Segerer vermutet, es sei eine mediterrane Art, was durch diese Nachweise sicher nicht zutrifft. Viel eher ist anzunehmen, dass sie in wärmebegünstigten Lagen vorkommt. Belege aus dem Coleophora-zelleriella - Komplex sollten gezielt auf diese Art untersucht werden.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFBDFFEC08A37A8FF0FC46BA.taxon	description	CH-Bern, La Neuveville, 540 mü. M., 16.8.1985, R. Bryner leg. 30.7.2003 Kopp leg. CH-Neuenburg, Cornaux, 490 mü. M., 15.7.1985, R. Bryner leg. 19.7.2002 Kopp leg. CH-Wallis, Mezembroz, 500 mü. M., 13.9.2003, A. Kopp leg. Bei Untersuchungen von Blastobasidae-Spezies aus dem Südtirol wurde man zum ersten Mal auf diese Art aufmerksam. Da die Fundorte relativ nahe an der Schweizer Grenze liegen, wurden nun auch Belege aus dem Graubünden auf diese Art hin nachuntersucht. Es blieb aber nach wie vor bei der ursprünglichen Bestimmung Balastobasis phycidella (Zeller, 1839). Auch die Belege aus dem Tessin und dem Wallis ergaben zuerst keine B. pannonica. Es blieben nur noch die Belege aus dem Jura und hier fand sich erstaunlicherweise ausnahmslos B. pannonica, was vorher als B. phycidella bestimmt war. Es scheint, dass die Art im Jura weit verbreitet und häufig ist. In der Zwischenzeit wurde B. pannonica auch im Misox und Puschlav gefunden (J. Schmid pers. Mitt.), ebenso aus dem Wallis. Man kann die Männchen leicht durch den feh- lenden Schuppenwulst an der Fühlerbasis und dem braunen Fleck an der VOrderflügel- Basis von B. phycidella unterscheiden. Es wäre interessant, die Populationen aus dem Jura und dem Südtirol genetisch zu untersuchen, um zu sehen, ob es in der DNA Differenzen gibt. Abb. 11. Blastobasis pannonica, Mezembroz, 3231 Aristotelia subdecurtella 13.9.2003. (Foto A. Kopp) (Stainton, 1859) (Abb. 12) CH-Thurgau, Littenheid, Ägelsee, 570 mü. M., 6.7.2011, Nachtfang, GP 9.011 1 ♀, A. KOpp leg. Diese Palpenmotte ist weit aber sehr lokal verbreitet und wird selten gefunden. Dies erstaunt umso mehr, weil die Raupe an Blutweiderich Lythrum salicaria frisst, einer Pflanze die an feuchten Stellen überall häufig ist. Am ehesten bringt die Suche nach Larven weitere Nach- Abb. 12. Aristotelia subdecurtella, Littenheid, weise. Die Raupe lebt im Stängel und 6.7.2011. (Foto A. Kopp) man findet sie im Mai, indem man welkende Triebspitzen der Futterpflanzen untersucht (Lepiforum 2022).	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFBCFFEC08A47BBBF3AD4205.taxon	description	CH-Tessin, Losone, 260 m ü. M., 3.8.1996, Ruedi Bryner leg. CH-Tessin, Someo, 390 m ü. M., 27.7.2020, Hansjörg Brägger leg. CH-Wallis, Leuk, St. Barbara, 920 m ü. M., 9.7.2019, Nachtfang, A. Kopp leg. Diese Art wurde früher für Acrobasis glaucella Staudinger, 1859 gehalten. Neueste Bearbeitungen dieser Gattung zeigen klare Unterscheidungsmerkmale für die Männchen (Leraut 2014). Ein mit Schuppen bedeckter Zahn auf dem ersten Fühlerglied des Männchens bei A. fallouella ist ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal. Dieser Zahn fehlt bei Männchen von A. glaucella. Schweizer Belege aus Privatsammlungen (Brägger, Bryner, Kopp) stellten sich alle als A. fallouella heraus. Dies passt auch zum Verbreitungsgebiet und zu den Futterpflanzen. A. glaucella: Spanien, Portugal, Süd-Frankreich und Marokko, Raupe an Steineiche Quercus ilex und Korkeiche Q. suber. A. fallouella: ganz Mitteleuropa und weiter nach Osten, Raupe an diversen Eichen (F. Slamka pers Mitt.). Die Karte bei Leraut (2014) für A. glaucella ist falsch. Daraus folgt, dass A. glaucella für die Schweiz zu streichen und dafür A. fallouella aufzunehmen ist. Korrektur und taxonomische Änderungen 3517 Chionodes continuella (Zeller, 1839) Fehlbestimmung. Es handelt sich um 3511 Chionodes luctuella (Hübner, 1793). CH-Thurgau, Zihlschlacht, Hudelmoos, 515 m ü. M., 5.7.2010, Nachtfang, 1 ♀ A. KOpp leg. Ch. continuella wurde als neu für die Schweiz anhand eines Weibchens gemeldet (Kopp & Brägger, 2017). Kurz nach erscheinen der Zeitschrift wurde die Fehlbestimmung bemerkt (P. Huemer pers. Mitt.). Dies konnte auch durch spätere Funde von Männchen von Ch. luctuella am gleichen Fundort bestätigt werden. Demzufolge ist Ch. continuella von der Schweizer Liste zu streichen.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFBCFFEC08A47FD0F5784337.taxon	description	Vor einigen Jahren wurde A. innoxiella von Anarsia lineatella Zeller, 1839 als eigene Art abgetrennt (Gregersen & Karsholt 2017). Dabei zeigt sich, dass A. innoxiella an diversen Ahorn-Arten bevorzugt an Feldahorn, A. lineatella jedOch an Pfirsich und Aprikose lebt. Die bis jetzt untersuchten Belege stellten sich mehrheitlich als A. innoxiella heraus. Eine Arbeit zur Untersuchung von Museumsbelegen ist in Vorbereitung.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
3744879DFFBCFFEC08A47EC6F33640E5.taxon	description	Genetische Untersuchungen ergaben, dass sich unter der weitverbreiteten Phaolonidia manniana (Fischer v. Röslerstamm, 1839) zwei Arten verbergen (Mutanen et. al. 2012). Somit wurde P. udana aus der Synonymie wieder in den Artrang erhoben. Die beiden Arten können am einfachsten anhand der männlichen Genitalien unterschieden werden. Untersuchungen von Privatsammlungen zeigen, dass P. udana häufig, P. manniana eher lokal und selten ist. Bearbeitung von Museumsmaterial ist in Arbeit und soll später publiziert werden.	de	Kopp, Andreas (2022): Neufunde von Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) für die Fauna der Schweiz. Entomo Helvetica 15: 133-142
