Iberis intermedia Guers.

Mittlerer Bauernsenf

Art ISFS: 212600 Checklist: 1024320 Brassicaceae Iberis Iberis intermedia Guers.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie I. umbellata, aber Blätter höchstens 5 mm breit, die unteren des ersten Jahres jederseits mit 1-2 Zähnen, die des zweiten Jahres ganzrandig, die oberen stets ganzrandig, Kronblätter lila, Fruchtstand deutlich länger als breit, Fruchtstiele fast rechtwinklig abstehend, Schötchen 6-8 mm lang, Ausrandung stumpfwinklig, Griffel 1-1,5 mm lang, ca. so lang wie die zugespitzten Flügelzipfel .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Kalkschutt, Trockenrasen, Schuttplätze, auch kultiviert und gelegentlich verwildert / kollin-montan / JU

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 1 + 52-44 + 3.t.2n=14

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Nur eine bekannte Population Frass ( Gämsen) Sammeln Verbuschung, Beschattung Verlust von Lebensraum

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

3.3.1.5 - Trockenwarme Kalkschuttflur (Stipion calamagrostis)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Iberis intermedia Guers.

Volksname Deutscher Name: Mittlerer Bauernsenf Nom français: Iberis à feuilles de lin Nome italiano: Iberide rosea

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Iberis intermedia Guers.Checklist 2017212600
=Iberis intermedia Guers.Flora Helvetica 2012974
=Iberis intermedia Guers.Flora Helvetica 2018974
=Iberis intermedia Guers.Index synonymique 1996212600
=Iberis intermedia Guers.Landolt 19771260
=Iberis intermedia Guers.Landolt 19911076
=Iberis intermedia Guers.SISF/ISFS 2212600

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(v)c(iv); D

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(v)c(iv); D
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Nur eine bekannte Population Schutz der Fundstelle (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung an ursprünglichen und umliegenden (oder potentiellen) Fundstellen Für vollständigen Schutz vorgeschlagen Art und ihre natürliche Umgebung bei zukünftigen Projekten priorisieren Frass ( Gämsen) Fraßdruck durch Gämse reduzieren (ggf. einzäunen und ordnungsgemäß pflegen) Sammeln Hinweistafeln zum Pflanzenschutz Verbuschung, Beschattung Die fortschreitende Schließung der Umwelt vermeiden (Verdichtung, Invasion durch Clematis und Efeu, Verbuschung und Aufforstung) Entbuschen Gegebenenfalls auslichten Verlust von Lebensraum Erhaltung des mobilen und offenen Charakters des Lebensraums, um Pionierarten zu begünstigen