Rorippa stylosa (Pers.) Mansf. & Rothm.

Pyrenäen-Sumpfkresse

Art ISFS: 347150 Checklist: 1038570 Brassicaceae Rorippa Rorippa stylosa (Pers.) Mansf. & Rothm.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, meist verzweigt, unten kurzhaarig, sonst +/- kahl. Blätter 2-8paarig gefiedert, Blattstiel am Grund geöhrt, Teilblätter lineal bis schmal-lanzettlich, ganzrandig, einzelne 2-3teilig. Grundständige Blätter zur Blütezeit noch vorhanden, mit vergrössertem, ovalem Endabschnitt. Stängel im Blütenstand hin- und hergebogen. Kronblätter gelb, 3-4 mm lang. Früchte (ohne Griffel) 2,5- 4 mm lang und 1,5- 2 mm dick, Stiel 1,5-3mal so lang wie die Frucht, aufrecht abstehend. Griffel 1-2 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Steinige Orte, Feldwege, Ufer / kollin-subalpin / VS, TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + w + 24-44 + 4.h.2n=16

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Ungeeignete Bewirtschaftung (entlang von Wege oder auf Brachland)

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.5.2 - Bergfettwiese (Goldhaferwiese) (Polygono-Trisetion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ffrisch; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rorippa stylosa (Pers.) Mansf. & Rothm.

Volksname Deutscher Name: Pyrenäen-Sumpfkresse Nom français: Cresson des Pyrénées Nome italiano: Crescione dei Pirenei

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rorippa stylosa (Pers.) Mansf. & Rothm.Checklist 2017347150
=Rorippa stylosa (Pers.) Mansf. & Rothm.Flora Helvetica 2012879
=Rorippa stylosa (Pers.) Mansf. & Rothm.Flora Helvetica 2018879
=Rorippa stylosa (Pers.) Mansf. & Rothm.SISF/ISFS 2347150

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A3c; B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Alpennordflanke (NA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)A3c; B2ab(iii)
Östliche Zentralalpen (EA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A3c; B2ab(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmäßige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ungeeignete Bewirtschaftung (entlang von Wege oder auf Brachland) Förderung eines angemessenen Mähregimes (nicht zu früh, nicht zu oft) Markierung der Fundstellen vor dem Mähen, falls nötig, um die Art nicht zu entfernen Bewirtschafter (Gemeinde) informieren und sensibilisieren Ex situ Material Close