Arabis scabra All.
Raue Gänsekresse
Art ISFS: 41700 Checklist: 1004540 Brassicaceae Arabis Arabis scabra All.
Zusammenfassung
Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-20 cm hoch, Stängel zuunterst mit abstehenden einfachen Haaren, sonst kahl. Grundständige Blätter schmal-oval, entfernt gezähnt, am Rand mit einfachen, unten mit einzelnen gabelförmigen Haaren, etwas lederig, glänzend, in einen kurzen Stiel verschmälert . Stängelblätter 1-4, sitzend. Blütenstand 3-6(-9) blütig . Kronblätter gelblich-weiss, 6-7 mm lang. Früchte 3-4,5 cm lang, kahl, auf kurzen Stielen aufrecht abstehend, kaum abgewinkelt.
Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5
Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Felsen, Geröll, auf Kalk / kollin-subalpin / GE. ( Salève, Vuache, Reculet)
Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mittel- und südwesteuropäisch
Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 1 + 51-42 + 2.h-t.2n=16
Status
Status IUCN: Stark gefährdet
Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität
Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige isolierte Vorkommen (die Art kommt nur gerade im Grenzgebiet zu Frankreich vor) Konkurrenz durch Neophyten in Flussauen
Ökologie
Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt, Therophyt
Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015
| 7.1.6 - Mesophile Ruderalflur (Steinkleeflur) (Dauco-Melilotion) |
fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
| Bodenfaktoren | Klimafaktoren | Salztoleranz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Feuchtezahl F | trocken | Lichtzahl L | hell | Salzzeichen | -- |
| Reaktionszahl R | basisch (pH 6.5->8.5) | Temperaturzahl T | unter-subalpin und ober-montan | ||
| Nährstoffzahl N | sehr nährstoffarm | Kontinentalitätszahl K | subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter) | ||
Abhängigkeit vom Wasser
| Flüsse | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
| Ruhiges Wasser | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
| Grundwasser | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
Nomenklatur
Gültiger Name (Checklist 2017): Arabis scabra All.
Volksname Deutscher Name: Raue Gänsekresse Nom français: Arabette scabre Nome italiano: Arabetta scabra
Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken
| Relation | Nom | Referenzwerke | No |
|---|---|---|---|
| = | Arabis scabra All. | Checklist 2017 | 41700 |
| = | Arabis scabra All. | Flora Helvetica 2001 | 680 |
| = | Arabis scabra All. | Flora Helvetica 2012 | 914 |
| = | Arabis scabra All. | Flora Helvetica 2018 | 914 |
| = | Arabis scabra All. | Index synonymique 1996 | 41700 |
| = | Arabis scabra All. | Landolt 1977 | 1419 |
| = | Arabis scabra All. | Landolt 1991 | 1200 |
| = | Arabis scabra All. | SISF/ISFS 2 | 41700 |
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)
Status Indigenat: Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein
Status Rote Liste national 2016
Status IUCN: Stark gefährdet
Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(ii); D *
Status Rote Liste regional 2019
| Biogeografische Regionen | Status | Kriterien IUCN |
|---|---|---|
| Jura (JU) | -- | |
| Mittelland (MP) | stark gefährdet (Endangered) | C2a(ii); D * |
| Alpennordflanke (NA) | -- | |
| Alpensüdflanke (SA) | -- | |
| Östliche Zentralalpen (EA) | -- | |
| Westliche Zentralalpen (WA) | -- |
Status nationale Priorität /Verantwortung
| Nationale Priorität | 3 - Mittlere nationale Priorität |
| Massnahmenbedarf | 2 - Klarer Massnahmebedarf |
| Internationale Verantwortung | 1 - Gering |
| Überwachung Bestände | 1 - Überwachung ist eventuell nötig |
Schutzstatus
| International (Berner Konvention) | Nein | |
| GE | Vollständig geschützt | (25.07.2007) |
| Schweiz | -- |
Status in sektoriellen Umweltpolitiken
| Umweltziele Landwirtschaft: | Z - Zielart | weitere Informationen |
Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige isolierte Vorkommen (die Art kommt nur gerade im Grenzgebiet zu Frankreich vor) Wenn Populationen ausserhalb von Schutzgebieten sind, Mikroreservate erstellen Regelmässige Kontrolle der Bestände (Monitoring, zum Beispiel PopCount) Konkurrenz durch Neophyten in Flussauen Entfernen der unmittelbaren Konkurrenzpflanzen an den bestehenden Fundstellen Bekämpfen der invasiven Neophyten Ex situ Material Close