Cardamine dentata Schult.

Sumpf-Wiesen-Schaumkraut

Art ISFS: 78550 Checklist: 1008840 Brassicaceae Cardamine Cardamine pratensis aggr. Cardamine dentata Schult.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Grundständige Blätter mit 4-12 Fiederpaaren und nur wenig grösserem Endteilblatt. Stängelblätter 5-12, die unteren mit 3-7 kurz gestielten Fiederpaaren. Blüten hell-lila bis weiss. Kronblätter 12-19 mm, Kelchblätter 4-6 mm lang. Staubbeutel 2-2,7 mm lang (bei den andern Kleinarten weniger als 2 mm).

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Riedwiesen, Verlandungszonen / kollin / M, besonders ME, vereinzelt J und AN

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurosibirisch-nordamerikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + w + 33-33 + 3.h.2n=56-96

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Lang anhaltende Überschwemmungen Bastardierung mit C. udicola und C. pratensis Sukzession (Verbrachung von Riedwiesen, Dichterwachsen des Waldes) Veränderung der Uferzonen, Entwässerung

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.4 - Bachröhricht (Glycero-Sparganion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Cardamine dentata Schult.

Volksname Deutscher Name: Sumpf-Wiesen-Schaumkraut Nom français: Cardamine des marais

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Cardamine dentata Schult.Checklist 201778550
=Cardamine dentata Schult.Flora Helvetica 2012895
=Cardamine dentata Schult.Flora Helvetica 2018895
=Cardamine dentata Schult.SISF/ISFS 278550

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A2c; C2a(i)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A2c; C2a(i)
Alpennordflanke (NA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung an den wenigen noch günstigen Stellen der alten Fundbereiche, Verstärkung bestehender Populationen Lang anhaltende Überschwemmungen Wasserstandsregulierung Feuchte oder nasse torfige Böden, ohne längerdauernden Überschwemmungen während der Vegetationszeit fördern Bastardierung mit C. udicola und C. pratensis Neuansiedlungen nur in Gebieten ohne diese beiden Arten Sukzession (Verbrachung von Riedwiesen, Dichterwachsen des Waldes) Ein jährlicher Schnitt im Herbst fördern Offene, lückige Flächen ohne konkurrierenden Arten (Juncus subnodulosus) schaffen Veränderung der Uferzonen, Entwässerung Erhaltung der Vorkommen durch abgestimmte Pflegepläne und Massnahmeplanungen (insbesondere Kennzeichnen in den Pflegeplänen und Planungen) Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen C. Salzmann, 2018: Aktionsplan Cardamine dentata Fachstelle Naturschutz Kt. Zürich & Topos, 2019: Anleitung zur Kultivierung Cardamine dentata