Rorippa amphibia (L.) Besser

Wasser-Sumpfkresse

Art ISFS: 346600 Checklist: 1038520 Brassicaceae Rorippa Rorippa amphibia (L.) Besser

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 40-120 cm hoch. Stängel am Grund kriechend und oft Wurzeln treibend. Wenigstens die oberen Blätter ungeteilt, sitzend, ohne umfassende Zipfel, unregelmässig spitz gezähnt . Kronblätter doppelt so lang wie die Kelchblätter . Fruchtstiel waagrecht oder rückwärts abstehend, 1,5-3mal so lang wie die Frucht, diese 3-6 mm lang und 1-2 mm dick. Griffel an der Frucht 1-2 mm lang, von der Frucht deutlich abgesetzt.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Schlammige Böden mit schwankendem Wasserstand / kollin / M, J, südliches TI, vereinzelt VS und AN

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + fw + 44-44 + 2.a-h.2n=16,32

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums ( Überbauung Uferbereich, Störung Ufervegetation) Rückgang von Ufern an Seen und Flüssen, die gelegentlich überflutet werden und dann wieder austrocknen Entfernung von Geschwemmseln, von Uferschlamm mit Vorkommen der Art

Ökologie

Lebensform Hydrophyt, Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.2.2 - Flussufer- und Landröhricht ( Phalaridion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fnass; fFeuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rorippa amphibia (L.) Besser

Volksname Deutscher Name: Wasser-Sumpfkresse, Wasserkresse Nom français: Cresson amphibie Nome italiano: Crescione di chiana

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rorippa amphibia (L.) BesserChecklist 2017346600
=Rorippa amphibia (L.) BesserFlora Helvetica 2001635
=Rorippa amphibia (L.) BesserFlora Helvetica 2012874
=Rorippa amphibia (L.) BesserFlora Helvetica 2018874
=Rorippa amphibia (L.) BesserIndex synonymique 1996346600
=Rorippa amphibia (L.) BesserLandolt 19771385
=Rorippa amphibia (L.) BesserLandolt 19911172
=Rorippa amphibia (L.) BesserSISF/ISFS 2346600
=Rorippa amphibia (L.) BesserWelten & Sutter 1982486

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A3c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A3c
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A3c
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)A3c
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)A3c
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums ( Überbauung Uferbereich, Störung Ufervegetation) Ufern naturnah belassen und Eingriffe im Gebiet mit Vorkommen unterlassen (Ufermauern, Uferblocksteine können von der Art manchmal bewachsen werden, die Rhizome halten sich. Solche Kleinbestände sind zu erhalten) Regelmäßige Bestandskontrollen (Monitoring) Rückgang von Ufern an Seen und Flüssen, die gelegentlich überflutet werden und dann wieder austrocknen Zulassen oder Förderung von gelegentlichen Überflutung an Ufern, die wenig bewachsen sind Entfernung von Geschwemmseln, von Uferschlamm mit Vorkommen der Art Geschwemmsel (reduziert Konkurrenten), Uferschlamm nicht entfernen Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close