Stenus keralaensis nov.sp. (Abb. 45, 240)

Material: Holotypus () und 11, 6 - Paratypen: Indien: Kerala: Pambaiyar River 10 N Pathanamthitta, 76 o 50’E, 09 o 21’N, 1.I.1994, Boukal & Kejval ; 1 - Paratypus: Kerala: 15 km SW Munnar, 76 o 58’E, 10 o 02’N, Kallar Valley, 1250m, 1.-9.V.1995, Dembický & Pacholátko. - HT und PTT im NHMW, PTT auch im NHMB und in cP .

Beschreibung: Makropter, schwarz, Schulterbeule ± aufgehellt (bräunlich), glänzend, grob und sehr dicht, gleichmässig punktiert; Beborstung sehr kurz, anliegend. Abdomen ungerandet, Tarsen gelappt. Kiefertaster, Fühler und Beine gelb, Tarsengliedspitzen gebräunt. Clypeus schwarzbraun, Oberlippe rötlichbraun, mässig dicht beborstet.

Länge: 4,0- 4,7mm (Vorderkörperlänge: 2,0- 2,2mm).

PM des HT: HW: 34; DE: 15; PW: 20,5; PL: 27; EW: 31,5; EL: 35; SL: 28.

Männchen: Metasternum breit gewölbt, grob und wenig dicht auf glattem Grund punktiert, Punktabstände wiederholt so gross wie die Punkte. Vordersternite einfach, 7. Sternit längs der Mitte abgeflacht, wenig fein und sehr dicht punktiert. 8. Sternit (Abb. 45). 9. Sternit apikal gesägt. 10. Tergit am einfachen Hinterrand breit und flach abgerundet. Aedoeagus (Abb. 240), Parameren apikal mit etwa 14 Borsten gleicher Stärke.

Weibchen: 8. Sternit am Hinterrand abgerundet. Valvifer am Hinterrand gesägt. Kopf beim etwas breiter, beim so breit wie die Elytren, Stirn schmal, konkav eingesenkt, Mittelteil ganz flach; Punktierung grob und dicht, mittlerer Punktdurchmesser etwa so gross wie der mittlere Querschnitt des 3. Fühlergliedes, Punktzwischenräume seitlich meist wenig kleiner als die Punktradien, in der Mitte deutlich grösser, bis punktgross. Fühler sehr dünn und lang, zurückgelegt überragen mindestens die letzten beiden Glieder den Hinterrand des Pronotums, vorletzte Glieder gut doppelt so lang wie breit. Pronotum zylindrisch, erheblich länger als breit, am breitesten im hinteren Drittel, von dort nach vorn lang-gerade kaum eingezogen, nach hinten konkav verengt; keine Eindrücke; Punktierung grob, sehr dicht, sehr gleichmässig, ebenso grob wie auf der Stirn, Punktabstände aber überall deutlich kleiner als die Punktradien. Elytren subquadratisch, deutlich länger als breit, Schultern eckig, Seiten sehr schwach konvex, Hinterrand tief ausgerandet; Naht- und Schultereindruck schwach; Punktierung ähnlich wie am Pronotum, die Punkte jedoch fast ein wenig grösser. Abdomen zylindrisch, basale Querfurchen der ersten Segmente tief, 7. Tergit mit deutlichem apikalem Hautsaum; Punktierung vorn gut so grob wie auf der Stirn, dicht, ab dem 7. Tergit feiner und weitläufiger; auf dem 7. Tergit sind die Punkte noch fast so gross wie der basale Querschnitt des 3. Fühlergliedes, ihre Abstände aber meist etwas grösser als die Punkte, das 8. und vor allem das 10. Tergit sind fein und sehr weitläufig punktiert. Beine sehr lang und dünn, Hintertarsen gut zwei Drittel schienenlang, ihr 1. Glied so lang wie die folgenden vier Glieder zusammengenommen, das 3. Glied schwach, das 4. Glied lang und breit gelappt. Das ganze Insekt ohne Mikroskulptur.

Differenzial diagnose: Diese neue Art gehört in die Gruppe des S. cylindricollis BOHEMAN (PUTHZ 1973: 83) und fällt hier durch ihre vergleichsweise geringe Grösse, grobe Abdominalpunktierung und die aufgehellte Schulterbeule auf. Habituell ähnelt sie stark dem ceylonesischen S. barbatus NIETNER, unterscheidet sich von ihm aber, abgesehen vom Aedoeagus, sofort durch ihre unauffällige Beborstung; von S. albidicornis BERNHAUER, S. mahatma PUTHZ und S. millepunctus FAUVEL unterscheidet sie sich durch ihren breiteren Kopf, von S. interventor PUTHZ und S. interversus PUTHZ u. a. durch schlankere Gestalt, geringere Grösse und den Aedoeagus.

Etymologie: Der Name dieser neuen Art ist von ihrem Fundort abgeleitet.