Stenus philippinus BERNHAUER 1912 (Abb. 150, 222)
Stenus philippinus BERNHAUER 1912: 249; L. BENICK 1929: 262.
Material: Philippinen: Luzon: 1: [Rizal, Montalban Gorge, Banks] (HT); 10, 8: Montalban (FMCh, NHML, NHMW, ZMP, cP) ; 1: Antipolo, E. Simon cP); 2: Mt. Makiling, Baker (FMCh) ; 1: Zambales; 1: Cabugao; 1: Mindoro: 10 km W Puerto Galera, 24.- 25.II.1992, Schillhammer (NHMW) ; 2: Panay: 10 km E Sibalom, 100m, 10.XII.1980, Bolm (NHMB, cP) ; 2, 3: Libertad Fluss, 21.I.1994, Seyfert (NHMW, cP) ; 3, 3: Palawan: Busuanga Is., 5 km NW Coron Mabintangen River, 26.-29.II.1996, Zettel (cZettel, cP) .
Bemerkungen: In seiner Diagnose hat BERNHAUER keinen Fundort des/der Typen angegeben. Der HT (FMCh) war an einer Minutiennadel befestigt, das Abdomen ist verloren; anstatt eines Fundortetiketts trägt das Stück dieses Etikett: Acc. No. 5649 Lot Gov. Lab. Coll./collected by C.S.Banks. In seiner Arbeit 1912 fügt BERNHAUER aber bei Medon philippinus die Nummer 5644 und bei Scopaeus montalbanensis die Nummer 5650 an und bei beiden den Fundort " Rizal, Montalban Gorge". Daraus schliesse ich, dass der HT von S. philippinus zusammen mit den genannten Arten erbeutet wurde.
Da diese Art äusserlich nicht leicht von S. sejugatus L. BENICK zu unterscheiden ist, habe ich das vorhandene Material (inklusive Typen) untersucht und dabei stringente Aedoeagusunterschiede festgestellt: bei S. philippinus ist der Medianlobus höchstens so lang wie die Parameren, der Innensack besteht aus einer häkchenbesetzten Tube (Abb. 222), bei S. sejugatus dagegen überragt der Medianlobus die Parameren und ist apikal eher lanzettlich, der Innensack zeigt aber im proximalen Teil eine stärker sklerotisierte Tasche (Abb. 223). Äusserlich sind sich beide Arten sehr ähnlich: Bei S. philippinus ist die Punktierung aber weniger grob und weniger gedrängt, auf der Stirn sind die Punktabstände, zumindest in der Mitte, nicht gratartig-scharf, die Stirn zeigt auch einen geringen Glanz; bei S. sejugatus ist der Vorderköper gröber und gedrängt-dicht punktiert, die Stirn ist fast matt, die Punktabstände sind hier überall gratartig scharf.