Agrilus suvorovi OBENBERGER, 1935
( Buprestidae, Abb. 6), ein aus der Ussuri-Region im fernen Osten Russlands beschriebenes, sibirisches Faunenelement (NIEHUIS 2004: 392), ist durch die arboreale Paläarktis bis nach Westeuropa verbreitet, wo die Art vom nördlichen Mediterraneum bis Südskandinavien bekannt ist (vgl. JENDEK 2016: 544). In Deutschland ist A. suvorovi weit verbreitet und in vielen Landesteilen nachgewiesen, aus Hessen jedoch noch nicht gemeldet (vgl. BLEICH et al. 2021).
Dieser Prachtkäfer entwickelt sich oligophag als Schwächeparasit unter der Rinde von Pappeln ( Populus spec.), in Baden-Württemberg bevorzugt an geschwächten Zitterpappeln ( Populus tremula) an suboptimalen Standorten in sonniger Lage wie Kies- und Sandgruben, Waldrändern oder Vorwaldstadien (BRECHTEL & KOSTENBADER 2002: 283). In Rheinland-Pfalz wurde die Art bislang nur an der Zitterpappel gefunden (NIEHUIS 2004: 396). Auch auf dem Haimberg entwickelt sich A. suvorovi in dieser Baumart. Ich fand den Prachtkäfer am 30.05.2019 auf geschlagenen Zitterpappelstämmen am Rande des Basaltsteinbruchs und am 29.06.2021 an durch Trockenstress erkennbar geschwächten, jungen Zitterpappeln am südwestlichen Waldrand. In der Roten Liste der Käfer Deutschlands (SCHMIDL et al., 2021, im Druck) ist A. suvorovi als selten (s) eingestuft, aber keiner Gefährdungskategorie zugeordnet.